Haas: Williams im Rennen wieder schlagbar?

Mick Schumacher möchte in Barcelona wieder einen Williams schlagen, während Günther Steiner versucht, Nikita Masepin auf dessen Level zu bekommen

Haas: Williams im Rennen wieder schlagbar?

In Portimao konnte Mick Schumacher den Williams von Nicholas Latifi niederringen, und das ist auch für Barcelona das Ziel des Rookies. Am Freitag war der Haas aber wieder einmal langsamer als die Konkurrenz. Knapp drei Zehntelsekunden fehlten Schumacher diesmal auf den langsameren der beiden Williams.

Trotzdem spricht der Deutsche von einem positiven Freitag. "Es war zwar knifflig, aber ich habe viel gelernt und habe definitiv eine Menge, was ich für morgen verbessen kann", sagt er. "Wir sind ziemlich schnell auf den Geraden, hatten aber etwas Probleme, den Abtrieb zu finden, den wir haben wollen. Aber das ist, was wir haben. Und damit müssen wir arbeiten."

Von Williams sieht er sich ein Stück weg, dennoch hat er die Hoffnung, dass er zumindest wieder einen der beiden im Rennen knacken kann. "Wenn wir nah dran sind und einen guten Start haben", dann sieht er Chancen, denn: "Du brauchst ein Delta von 1,3 Sekunden, um jemanden zu überholen. Wenn wir da drin liegen und am Start vor sie kommen, dann können wir hoffentlich vor ihnen bleiben."

"Müssen um irgendwas kämpfen"

Teamchef Günther Steiner geht nicht davon aus, bei jedem Rennen Williams schlagen zu können. "Aber solange wir mit ihnen kämpfen können, bin ich glücklich", sagt er. "Wir werden es aber versuchen. Du kannst ja nicht hierherkommen, all die Arbeit machen und dann nicht versuchen, um irgendwas zu kämpfen."

Dass man in Portimao einen Williams überholen konnte, sei für Haas ein guter Moment gewesen. "Auch wenn wir um kleine Dinge kämpfen, muss man es weiter machen und sich verbessern. Und die Fahrer lernen in so einem Rennen mit Sicherheit auch", so der Südtiroler. "Mick hat eine Menge gelernt, denn vorher sind wir nur hintergefahren und haben einfach Runden gedreht."

Doch während Schumacher immer besser zurechtzukommen scheint, gilt das für seinen Teamkollegen Nikita Masepin nicht. Der Russe hatte auch in Barcelona bereits nach vier Minuten einen Schreckmoment und war rund vier Zehntelsekunden langsamer als Schumacher. Er äußerte sich im Anschluss nicht so zufrieden.

Fokus auf Verbesserung von Masepin

"Vielleicht kann sich Mick mehr oder besser daran anpassen, was das Auto macht", übt sich Steiner in Erklärungsversuchen. "Wir müssen probieren, ihm eine bessere Balance zu geben und die Defizite des Autos etwas zu überspielen. Das Auto ist beim Einlenken sehr instabil, und Mick kann das vielleicht besser managen. Nikita möchte eher ein stabiles Heck."

"Wir müssen einfach dafür sorgen, dass sich Nikita wohler fühlt und mehr Selbstvertrauen hat. Denn wenn das in diesen Autos fehlt, dann ist es schwierig, sie zu fahren", so Steiner.

 

Natürlich schaue man dabei auch auf Schumacher und warum er mehr aus dem Auto holen kann. Der Fokus liege aber derzeit mehr auf Masepin, um ihn ebenfalls auf Speed zu bringen. Eine Führungsrolle will Steiner Schumacher aber nicht zuschreiben - dafür sei es noch zu früh.

"Und außerdem wird dann nur jemand sagen, dass Mick die Nummer 1 ist - und das ist nicht der Fall", betont Steiner. "Sie sind gleichberechtigt. Beide haben das gleiche Auto, und so behalten wir es auch bei. Sicherlich ist Mick derzeit vorne, aber ich bin ziemlich sicher, dass wir Nikita da auch hinbekommen werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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