FIA-Präsident will Halo zum "gelben Trikot" der Formel 1 machen

Jean Todt als Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) hat eine Idee, wie er den neuen Cockpitschutz Halo für eine bessere Kennzeichnung des aktuellen F1-Spitzenreiters einsetzen will.

Dem Franzosen schwebt folgende Lösung vor: "Die Halo-Vorrichtung des jeweiligen WM-Spitzenreiters sollte eine andere Farbe erhalten."

Damit würde sich die Formel 1 zum Beispiel am Radsport orientieren, wo bei großen Rundfahrten wie der Tour de France die Spitzenreiter der einzelnen Kategorien spezielle Trikots tragen. Der Gesamtführende der Frankreich-Rundfahrt zum Beispiel trägt das berühmte "Maillot Jaune", das gelbe Trikot.

In Stein gemeißelt ist eine Übernahme des Konzepts für die Formel 1 aber noch nicht. "Es gibt einige clevere Ansätze", sagt Todt im Gespräch mit Motorsport.com. Er selbst finde "ziemlich" Gefallen an der Farblösung – auch, weil Todt die Sichtbarkeit von Fahrernamen und Startnummern in der Formel 1 kritisiert.

"Ich will den Namen und die Nummern auf den Autos erkennen können. Das ist aber nicht der Fall", sagt der FIA-Präsident. Dabei hat die Formel 1 erst in der Saison 2017 nachgebessert und vergrößerte Startnummern sowie das Namenskürzel auf der Motorhauben-Finne vorgeschrieben. Diese Schritte gehen Todt aber offenbar nicht weit genug.

Halo, so Todt, könnte genau dabei behilflich sein. "Allerdings habe ich auch schon gehört, dass einige Teams den Platz [auf dem Halo-System] an Sponsoren verkauft haben. Da dürfen sie sich glücklich schätzen."

Kritik an Halo für Todt kein Thema

Kritik an der Schutzvorrichtung, die ab der Formel-1-Saison 2018 verbindlich eingesetzt werden soll, will Todt indes weiter nicht gelten lassen. Er meint nur: "Ganz ehrlich, das interessiert mich nicht. Es interessiert mich nur, wenn etwas passiert und wir merken, dass wir nichts getan haben, obwohl wir die Möglichkeit dazu gehabt hätten."

Die Unfälle der vergangenen Jahre hätten die Notwendigkeit eines optimierten Cockpitschutzes klar aufgezeigt, sagt Todt. "Ich bin mir sicher: Es wird auch künftig schwere Unfälle geben. Wir brauchen daher eine Vision, um schon vorher etwas dagegen zu unternehmen."

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