Hamilton führt ersten Doppelerfolg 2018 an: "Wichtig für mich"

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Hamilton führt ersten Doppelerfolg 2018 an:
Norman Fischer
Autor: Norman Fischer
12.05.2018, 16:36

Mercedes konnte sich zum ersten Mal 2018 mit beiden Autos in die erste Startreihe schieben: Klappt es nun auch, die Performance in den Sonntag zu retten?

Pole sitter Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09 waves to the crowd
Valtteri Bottas, Mercedes-AMG F1 in the Press Conference
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, celebrates pole position with Carlos Sainz
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09, Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Pole winner Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, congratulates Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1, after qualifying
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Top three qualifiers: polesitter Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, second place Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1, third place Sebastian Vettel, Ferrari
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1

Mercedes hat seine Favoritenrolle aus dem Freien Training unterstrichen und sich die erste Startreihe für den Großen Preis von Spanien gesichert. Lewis Hamilton war mit 1:16.173 Minuten der Schnellste in Q3 und verwies seinen Teamkollegen Valtteri Bottas um vier Hundertstelsekunden auf Rang zwei. Für Mercedes ist es die erste reine erste Startreihe seit dem Saisonfinale 2017 in Abu Dhabi.

Mercedes hatte bereits alle Trainingssessions für sich entschieden, musste in Q1 und Q2 jedoch Ferrari die Oberhand lassen. "Die sind richtig stark zurückgekommen", sagt Motorsportchef Toto Wolff, doch im entscheidenden Q3 war Hamilton in beiden Versuchen am schnellsten - am Ende lag man 0,132 Sekunden vor Dauerrivale Sebastian Vettel, der jedoch die härteren Reifen aufgezogen hatte.

Ferrari setzte im entscheidenden Versuch auf Soft, Mercedes nahm die Supersofts. Überraschenderweise hält Wolff jedoch die gelbumrandeten Reifen für die bessere Wahl: "Der gelbe Reifen ist wahrscheinlich einen Tick schneller", so der Österreicher, "auch wenn es gegen jede Logik ist." Dafür war man sich in Q2 einig: Alle Topteams setzen auf Soft für den Start, auch wenn Lewis Hamilton einen Versuch auf Supersofts noch einmal abbrach.

"Zeichen harter Arbeit"

Entscheidend dürfte für Mercedes aber zu sehen sein, dass man zumindest im Qualifying wieder das Maß der Dinge ist, nachdem Konkurrent Ferrari zuletzt stärker schien. "Dass wir im Qualifying die Plätze eins und zwei geholt haben, ist ein Zeichen der harten Arbeit, die jeder im Team geleistet hat", lobt Hamilton.

 

"Wir haben eine Pole geholt, hatten danach aber keine großartigen Qualifying-Sessions. Für mich war es wichtig, wieder zurück in eine gute Position zu kommen, da das normalerweise eine Stärke von mir ist", so der Brite weiter. Dass Ferrari so knapp dran war, war für ihn keine Überraschung: "Die haben Sandbagging betrieben, weil sie es konnten", unkt er.

Teamkollege Bottas musste sich bei seinem zweiten Q3-Versuch erst von einem Fehler aus dem ersten Run erholen, der ihm nur Rang vier einbrachte. Das gelang dem Finnen allerdings hervorragend, sodass er noch auf Rang zwei kam. Im ersten und im dritten Sektor war er sogar knapp schneller als Hamilton, doch im zweiten Sektor holte dieser die entscheidenden Hundertstelsekunden heraus. "Der letzte Versuch war in Ordnung. Es war knapp, wie das ganze Wochenende", so sein Kommentar.

Rennpace am Sonntag verbessert?

Fraglich ist, ob die Silberpfeile auch im Rennen ihre gute Form halten können. Die Longruns am Freitag ließen eher nicht den Schluss zu, doch natürlich dürfte Mercedes seit gestern daran gearbeitet haben. Bottas ist sich auf jeden Fall sicher :"Wir werden in Sachen Rennpace stark sein."

Ob dann der zweite Sieg in Folge herausspringt, wird sich erst morgen zeigen. Taktisch hat man jedenfalls die Karten in seiner Hand, "aber dazu muss man als Erster aus den ersten zwei, drei Kurven herauskommen", weiß Wolff und erinnert an die Kollision zwischen Nico Rosberg und Hamilton. "Wir waren schon einmal Erster und Zweiter in Turn 3 und dann waren wir nicht mehr da", mahnt er.

 

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