Hamilton hat Lauda nicht besucht, aber: "Niki ist ein Kämpfer!"

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Hamilton hat Lauda nicht besucht, aber:
Autor: Christian Nimmervoll
Co-Autor: Adam Cooper
26.08.2018, 08:35

Beten für Niki Lauda: Lewis Hamilton über seinen Chef, der den Grand Prix von Belgien via Fernseher und Whatsapp im Wiener AKH verfolgen wird

Nach seiner Lungentransplantation Anfang August befindet sich Niki Lauda weiterhin auf dem Weg der Besserung. Wann er in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams in den Formel-1-Paddock zurückkehren wird, bleibt jedoch unklar.

Der 69-Jährige befindet sich im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH), steht aber inzwischen wieder mit den wichtigsten Playern im Team in Kontakt. In seinem Zimmer steht ein Fernseher, mit dem er sich heute mutmaßlich den Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps ansehen wird, und via Whatsapp steht er mit Toto Wolff und Lewis Hamilton in Kontakt.

Persönlichen Besuch von Hamilton hatte Lauda bisher nicht: "Meine erste Reaktion war, dass ich ihn besuchen möchte", sagt Hamilton. "Aber ich weiß auch, dass man sich bei solchen Operationen Infektionen einfangen kann. Insofern war mir klar, dass ich nicht einfach hinfliegen und ihn besuchen darf."

Stattdessen steht der viermalige Weltmeister in engem Kontakt mit Laudas Ehefrau Birgit, "und natürlich mit Toto, der Niki auch unglaublich nahesteht. Wir vermissen Niki. Das Tolle an ihm ist aber, dass er einer der größten Kämpfer ist, die ich kenne. Er kämpft gerade, aber er hat großartige Menschen um sich herum. Wir beten für eine rasche Genesung."

Auch für Wolff ist es "ein schwerer Schlag, Niki nicht bei uns zu haben", so der Mercedes-Teamchef in der 'Bild'-Zeitung. Am meisten fehlt ihm der permanente Austausch mit seinem Landsmann: "Für Niki und mich gehören Abende nur mit uns beiden fest dazu, bei denen wir Gespräche über alles führen, was am Tag passiert ist. Ich muss mir jetzt überlegen, was ich jetzt mit meinen Abenden anfange."

Für Hamilton indes ist die Situation, dass einer seiner Chefs mit einer schweren Erkrankung außer Gefecht ist, nicht neu. Sein ehemaliger McLaren-Boss Mansour Ojjeh litt an einer Lungenfibrose (IPF), und im November 2013 musste er sich ebenfalls einer Lungentransplantation unterziehen.

Hamilton nennt Ojjeh nicht explizit, sagt aber: "Ein Freund von mir hat mal das Gleiche durchgemacht. Insofern bin ich mit dem Ablauf und mit den Komplikationen, die entstehen können, vertraut. Es ist eine schwierige Zeit für das Team. Besonders für jene, die Niki nahestehen", so Hamilton.

Übrigens: Am Spa-Samstag hat sich Niki Laudas letzter Sieg in der Formel 1 zum 32. Mal gejährt. In Zandvoort 1985 triumphierte der Österreicher auf McLaren-TAG-Porsche hauchdünn vor seinem Teamkollegen Alain Prost und Lotus-Pilot Ayrton Senna. Lauda beendete am Saisonende als WM-Zehnter seine Karriere.

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Autor Christian Nimmervoll
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