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Hamilton nach Crash: "Wie beim Schulleiter im Büro ..."

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Hamilton nach Crash: "Wie beim Schulleiter im Büro ..."
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Für Lewis Hamilton ergab sich nach seinem Trainingscrash eine unangenehme Situation: Die Fahrzeugreparatur machte den WM-Führenden zum Zuschauer

Für Lewis Hamilton und Mercedes lief das zweite Freie Training in Kanada nicht wie gewünscht. Die doppelte Bestzeit von Ferrari können die Silberpfeile sicher verschmerzen, doch dass Hamilton am Nachmittag nur acht Runden drehen konnte, tat weh. Der Brite leistete sich gegen Halbzeit der Session einen Fahrfehler in Kurve 9 und knallte relativ hart in die Mauer.

Nach dem Aufprall schleppte sich der WM-Führende mit einem Reifenschaden hinten rechts langsam an die Box zurück, wo er bis zum Ende der Session auch blieb. Hamilton hatte seinen Mercedes so nachhaltig beschädigt, dass sein Team erst einmal die komplette Aufhängung austauschen musste. Damit war er für den Rest der Session zum Zuschauen verdammt.

"Die Jungs haben hart gearbeitet, um es zu reparieren, aber dafür war nicht genug Zeit", hadert Hamilton. "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal eine gesamte Session verpasst habe. Es ist definitiv nicht toll, das Training aus der Box verfolgen zu müssen. Es fühlt sich an, als ob man beim Schulleiter im Büro sitzt und sich wünscht, wieder in den Klassenraum zurück zu dürfen."

Hamilton: Das passiert ...

Wie Hamilton sagt, habe er einen "einfachen Fehler" gemacht: "Ich bin mehrere Runden auf dem Medium-Reifen gefahren und versuchte, das Limit zu finden. Leider bin ich darüber hinausgeschossen. In Kurve 9 kam plötzlich das Heck und ich legte einen langen Drift hin. Ich hegte die Hoffnung, dass ich die Mauer nicht berühren würde ..."

 

Doch vergebens. Hamilton knallte in die Mauer und musste die Session als Sechster beenden. "Passiert", meint er anschließend. "In solchen Fällen musst du das direkt abschütteln und wieder aufs Pferd steigen." Er vertraut nun seinen Mechanikern, dass sie das Auto wieder hinbekommen und man morgen frisch in den Tag starten kann.

Zumindest lief es bei Valtteri Bottas besser. Der Finne konnte 46 Runden drehen und so wichtige Daten sammeln. Sein dritter Platz hinter den beiden Ferrari ist da Nebensache. Er war im Grunde sehr zufrieden: "Das Auto fühlt sich stark an, aber wir müssen noch an der Balance arbeiten. Nach den Änderungen in der Pause war das Auto im zweiten Training schwieriger zu fahren, dennoch fühlte es sich etwas schneller an", sagt er.

Problem am Benzinsystem keine große Sache

Allerdings war auch der Tag von Bottas nicht ganz von Problemen befreit: Am Ende der ersten Session rollte er mit einem Problem am Benzinsystem langsam in die Box. Sorgen sollten sich die Mercedes-Fans aber keine machen: "Zum Glück haben wir es verstanden und sollten damit für morgen richtig reagiert haben", meint Technikchef James Allison. Außer ein paar Minuten Zeitverlust ist kein größerer Schaden entstanden.

 

"Abgesehen von diesen beiden Schwierigkeiten verhielt sich das Auto gut", freut sich Allison. "Es schien auch auf kurzen und längeren Versuchen schnell zu sein." Trotzdem will man auch Ferrari nicht abschreiben, die sich am Freitag die Bestzeit holten: "Ferrari war auf den Geraden sehr schnell. Entsprechend erwarte ich, dass es morgen ein sehr enger Kampf wird", sagt Bottas.

Allerdings hat sich am Freitag auch gezeigt, dass Ferrari wohl höchstens am Samstag gefährlich werden kann. Auf eine Runde scheinen die Roten gut dabei zu sein, beim Longrun ist Mercedes nach den Eindrücken vom Freitag weit voraus. Bottas fuhr mit dem Hard am Ende noch 1:16er-Zeiten, die Ferrari mit dem Medium nicht erreichen konnten.

Unterschied beim neuen Motor "nicht riesig"

Zudem hat der Mercedes deutlich mehr Traktion, wie sich in den kurvenreichen ersten beiden Sektoren zeigt - auch das sollte am Sonntag ein Vorteil sein, wenn es an die Lebensdauer der Reifen geht. "Wir haben einigen Grund zur Hoffnung, dass wir damit umgehen können, ohne dass es aus dem Ruder läuft", sagt Allison.

Und dann wäre da ja noch der Faustpfand des neuen Motors. Die neue Ausbaustufe der Power-Unit soll rund zwei Zehntelsekunden bringen - eine durch das Upgrade und eine weitere im Vergleich zwischen einem alten und einem taufrischen Aggregat. "Wir hoffen, dass es ein kleines bisschen besser als vorher ist", sagt auch Motorsportchef Toto Wolff. "Der größte Unterschied ist einfach, dass es ein neuer Motor ist."

Denn durch das lange stabile Reglement sei es mittlerweile schwieriger, wirklich zählbare Fortschritte zu machen. "Man versucht einfach, etwas mehr Zuverlässigkeit herauszuholen, um härter fahren zu können", sagt Wolff. Doch die Fahrer freuen sich trotzdem: "Es ist schön, einen neuen Motor mit ein wenig mehr Leistung zu haben", so Bottas. "Der Unterschied ist nicht riesig, aber man spürt ihn - und das ist ein richtig gutes Gefühl."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer