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Helmut Marko: Auf Kriegsfuß mit den Rennkommissaren

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Helmut Marko: Auf Kriegsfuß mit den Rennkommissaren
Autor:
Co-Autor: Diego Meija
26.05.2019, 19:39

Red Bulls Helmut Marko ist nach dem Rennen nicht gut auf die Stewards zu sprechen: Er hält die "Unsafe Release" für bitter und sieht eine mögliche Hamilton-Strafe

Fünf Sekunden Strafe und zwei Strafpunkte brachte das Boxengassen-Manöver von Max Verstappen gegen Valtteri Bottas ein. Die Rennkommissare werteten die Aktion von Red Bull als "Unsafe Release" und bestraften den Niederländer gemäß des Reglements, weil er mit seiner Fahrweise dazu beitrug und sich dadurch einen Vorteil verschafft haben soll.

Bei Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko kommt diese Entscheidung gar nicht gut an: "Die Stewards sind glaube ich nicht große Fans von Max", unkt er und spricht von einer "bitteren Angelegenheit". Für ihn hatte Verstappen gegen Bottas die Nase vorne. "Nachdem der Bottas hinten war, hätte er ja auch nachgeben können", so die Meinung des Österreichers.

Verstappen bekam durch die fünf Sekunden Zeitstrafe ein großes Handicap, das ihn am Ende von Rang zwei auf Rang vier zurückwarf. Hätte er Lewis Hamilton überholt, hätte er den Vorsprung wieder rausfahren können, doch so blieb der Niederländer hinter dem Mercedes, was ihn am Ende zwei Positionen kostete.

Marko ärgert sich: Der Speed war da

"Vorne hat der Hamilton dann alles blockiert, wohl wissend, dass der Max entsprechend zurückfällt", ärgert sich Marko. Er ist überzeugt: Hätte Verstappen Hamilton überholt, hätte er auch die fünf Sekunden für den Sieg herausfahren können. "Den Speed haben wir gehabt, wenn man sieht, welche Rundenzeiten der Gasly hingelegt hat. Und der war nicht am Limit, wir haben ihn einbremsen müssen. Es ist ärgerlich."

 

Der gleichen Meinung ist auch Teamchef Christian Horner: "Das ist hart für ihn, denn er ist ein tolles Rennen gefahren", so der Brite. "Die Stewards haben eine Entscheidung getroffen, die in ihren Augen fair war, und wir müssen das so akzeptieren."

Hafen-Angriff: Wer hat Schuld?

Doch es gab noch eine zweite strittige Szene, nämlich als Max Verstappen kurz vor Rennende in der Hafenschikane angriff und es zur Kollision mit Lewis Hamilton kam. Dort griffen die Rennkommissare nicht ein. Für Ex-Pilot Alexander Wurz war es eine "Brechstangen-Aktion", die im Zweifel in einer Strafe für Verstappen geendet hätte, wenn Hamilton normal in die Kurve eingelenkt hätte.

 

Helmut Marko sieht das jedoch komplett anders: "Beim Zwischenfall nach dem Tunnel ist meines Erachtens nach der Hamilton nach links hinüber gezogen", urteilt er. "Also wenn, dann müsste er da was ausfassen. Was aber, nachdem er heute ein rotes Kapperl aufhat, sicher nicht der Fall sein wird", gibt Marko den Rennkommissaren noch eine Breitseite mit.

"Hamilton lenkt vielleicht einen halben Meter früher ein, das ist das, was Dr. Marko meint", versucht Wurz die Aussagen des Red-Bull-Konsulenten zu interpretieren. "Unterm Strich war das Rennfahren. Der eine hat es versuchen müssen, der andere wusste, dass die Aktion kommt und hat den Unfall dann verhindert."

Verstappen bei sieben Strafpunkten

Es war aber auch im Grunde der einzige Versuch, den Verstappen gegen Hamilton geritten hat. "Das war die einzige große Chance, die er hatte - und er hat es versucht", sieht Teamchef Horner nichts Verwerfliches. "Er hat heute wie ein Löwe gekämpft. Es war einen Versuch wert."

Unterm Strich steht am Ende aber nur der vierte Platz für den Red-Bull-Piloten - und zwei Strafpunkte, durch die er jetzt bereits sieben davon auf dem Konto hat. Damit kann er jedoch nichts anfangen: "Ich bin kein Fan von den Strafpunkten", sagt er. "Aber ich bin auf der sicheren Seite, von daher ist es in Ordnung." Verstappen muss jedoch aufpassen: Erst im September verfallen die nächsten Punkte.

Zur aktuellen Übersicht der Strafpunkte

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer