Helmut Marko erstmals seit 2016 auf dem Podium: "War sehr emotional"

Beim Heimsieg darf auch mal der Chef aufs Podium: Helmut Marko über den emotionalen Moment nach dem Triumph von Max Verstappen in Spielberg

Helmut Marko erstmals seit 2016 auf dem Podium: "War sehr emotional"

Unglaublich, aber wahr: Seit Barcelona 2016, dem ersten Sieg von Max Verstappen in der Formel 1, stand Helmut Marko nicht mehr als siegreicher Konstrukteur auf dem Podium. Am Sonntag in Spielberg war es dann wieder so weit: Bei Sieg Nummer 14 des immer noch erst 23-jährigen Niederländers nahm wieder Marko den Pokal für den "winning Constructor" Red Bull in Empfang.

"Es war sehr emotional", gibt der sonst oft kühl wirkende Österreicher im Interview mit 'ServusTV' zu. "Ich habe noch die Zeiten studiert, dann hat Horner gesagt: 'Steiermark-Grand-Prix, da musst du rauf!'"

Ein Angebot, das Marko nicht ausschlagen konnte. Was für ihn aber noch viel wichtiger war als der emotionale Moment in seiner Heimat: "So ein souveräner Sieg, mit einer derartigen Leichtigkeit herausgefahren, das war schon angenehm", strahlt er.

Dabei hatte er sich zuerst noch gedacht, "vielleicht waren wir etwas vollmundig, als wir gesagt haben, wir wollen da 25 Punkte. Die sind auch gekommen. Der 26. ist nicht im Team geblieben. Aber bei dem Vorsprung passt das schon", trauert Marko dem Bonuspunkt für die schnellste Runde, den sich Lewis Hamilton sichern konnte, nicht weiter nach.

Für den 78-Jährigen war der Podiumsbesuch beim Grand Prix der Steiermark eine Premiere: Anders als bei seinen bisherigen Auftritten als siegreicher Konstrukteur (legendär jener mit Sebastian Vettel in Abu Dhabi 2010) gab's diesmal Schaumwein der Marke Ferrari Trento.

"Schmeckt ganz gut", lautet Markos erstes Urteil, und "riechen tut er auch nicht schlecht", lacht er. Allerdings lief die Siegerehrung nicht ganz so ab, wie er sich das vorgestellt hatte: "Ich bin selber überhaupt nicht in Aktion gekommen! Die haben mich von allen Seiten derartig bespritzt, dass ich gar nichts gesehen habe. Ich wusste gar nicht mehr, was auf mich niedergeht."

Es sind besondere Momente wie dieser, in denen auch ein Hardliner von Markos Schlag emotional wird und innehält. Zum Beispiel im Interview mit 'Sky', kurz nach einem Telefonat mit Dietrich Mateschitz.

"Das war der Chef", grinst Marko. "Großer Dank an ihn, der uns diese Rennstrecke ermöglicht hat, und was wir mit Formel 1 alles bewerkstelligen können." Kein Wunder also, dass es ein "überglücklicher" Sonntag war - auch für ihn ganz persönlich.

Aber Marko wäre nicht Marko, würde er nicht sofort wieder in den Wettkampfmodus umschalten: "Wir haben das Rennen von vorne locker kontrolliert", analysiert er. "Wir haben auf die Aktionen von Mercedes reagiert."

"Die Taktik mit Perez ist um eine halbe Sekunde nicht aufgegangen. Da war auch der erste Boxenstopp schuld. Der ist etwas danebengegangen", räumt Marko ein. Mit Verstappen hingegen sei es zwar kein "Spazierenfahren" gewesen, aber: "Es war ähnlich wie in Baku. Nur halt ohne Reifenschaden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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