Helmut Marko stellt sich hinter Michael Masi: "Er hat das Recht"

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat sich hinter Rennleiter Michael Masi gestellt und lobt, dass er das Finale unter Rennbedingungen beenden wollte

Helmut Marko stellt sich hinter Michael Masi: "Er hat das Recht"

Von vielen wird FIA-Rennleiter Michael Masi als Sündenbock für den verlorenen WM-Titel von Lewis Hamilton gesehen. Er hatte (nach Ansicht von Mercedes regelwidrig) entschieden, die fünf überrundeten Fahrzeuge zwischen Hamilton und WM-Rivale Max Verstappen durchzulassen und das Rennen für die letzte Runde in Abu Dhabi noch einmal freizugeben.

Zwar betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zuletzt, dass es in seinem Ärger nicht um die Person Michael Masi, sondern um "ein größeres Problem" gehe, trotzdem steht der Rennleiter nicht erst seit dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi in der Kritik.

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko - Profiteur von den Entscheidungen - springt Masi aber zur Seite: "Es hat sich alles in Sekunden abgespielt. Man muss dem Michael Masi zugutehalten: Der wollte das Rennen unter Rennbedingungen beenden", sagt der Österreicher bei 'ServusTV' und verweist auf US-Serien wie die NASCAR.

"Die hängen dann sogar noch eine Runde dran, damit das Rennen unter Rennbedingungen beendet wird", so Marko. Das nennt sich in Amerika "green-white-chequered", was sich aus der grünen Flagge für die Freigabe des Rennens, die weiße Flagge für das Anzeigen der letzten Rennrunde und die karierte Flagge für das Rennende zusammensetzt, ist aber in der Formel 1 nicht vom Reglement gedeckt.

So etwas wäre in Abu Dhabi nicht möglich gewesen, doch laut Marko hat Masi einfach das Reglement in seinen Möglichkeiten ausgenutzt, um das Rennen noch einmal für eine Runde freigeben zu können und für ein sportliches Ende zu sorgen.

Natürlich gab es Diskussionen darüber, ob die Entscheidungen rechtens waren, denn eigentlich kann das Rennen erst in der anschließenden Runde, nachdem die Überrundeten das Safety-Car überholt haben, wieder freigegeben werden - nicht noch in derselben.

"Es waren halt fünf Autos dazwischen, und die hat er halt weggeschickt, damit man diese letzte Runde fahren kann", sieht es Marko sportlich. "Das ist eine Tatsache, wie beim Schiedsrichter. Er hat das Recht. Und wenn er so entscheidet, dann ist das gültig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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