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Honda im Aufwind: Fokus auf Leistung statt Problemlösungen

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Honda im Aufwind: Fokus auf Leistung statt Problemlösungen
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
04.01.2020, 11:11

Honda hat für die Formel-1-Saison 2019 signifikant an der Haltbarkeit gearbeitet, weshalb die Japaner ihren Fokus sogar auf die Leistung ihrer Motoren legen konnten

Die Haltbarkeit der Honda-Motoren in der Formel 1 wurde seitens der Japaner signifikant verbessert, weshalb der Motorhersteller in der Saison 2019 seinen Fokus auf die Leistung seiner Antriebe legen konnte. Problemlösungen, um die Motoren haltbarer zu machen, standen hingegen seltener auf dem Programm, was die Japaner sehr freut.

Jedoch muss Honda noch beweisen, dass es ein ganzes Jahr ohne Strafen absolvieren kann. Um auf die Topteams Mercedes und Ferrari aufzuholen, musste Red Bull das vorgeschriebene Limit an Motoren überschreiten, weshalb es Strafen in Form von Startplatzversetzungen gab.

Dennoch feierten die Japaner mit Red Bull im Jahr 2019 drei Siege und zwei Pole-Position. Ganz wichtig: Es gab keinen einzigen Ausfall aufgrund eines technischen Defekts am Antrieb.

"Ich glaube, wir haben gelernt, was für das Qualifying wichtig ist und wie man Rennen gewinnt", so Honda-Formel-1-Technikchef Toyoharu Tanabe gegenüber 'Motorsport.com'. "Noch ist die Haltbarkeit nicht perfekt, aber wir sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser geworden. Früher haben wir viel Zeit für Tests aufgewendet, um die Probleme zu beseitigen, aber jetzt können wir uns darauf konzentrieren, die Leistung zu steigern."

Im Jahr 2020 wird Honda den aktuellen Kurs weiterfahren, um mit Red Bull und Toro Rosso weitere Erfolge zu feiern. Da die Regeln in der kommenden Saison stabil bleiben, können die Japaner auf die Arbeit aus dem Jahr 2019 aufbauen. Tanabe sagt: "Wir haben mit Red Bull und Toro Rosso in diesem Jahr eine gute Entwicklung hingelegt. Wir wollen dieses Momentum mit ins nächste Jahr nehmen."

Das große Ziel von Honda ist es, schon bald um den Formel-1-Titel kämpfen zu können und eine echte Gefahr für Mercedes und Ferrari zu werden. Laut Tanabe gibt es ein sehr vertrauensvolles und offenes Verhältnis zwischen Honda, Red Bull sowie Toro Rosso und das will sich das Unternehmen zum Vorteil machen.

"Wir vertrauen uns alle sehr, was unsere Beziehung noch stärker macht", erklärt Honda-Formel-1-Direktor Masashi Yamamoto. "Wir freuen uns schon sehr auf das kommende Jahr. In der vergangenen Saison haben wir in der Motorentwicklung einige gute Resultate erbracht. Wenn man sich die Rennergebnisse anschaut, ist Haltbarkeit eine Sache, die andere aber die Leistung. Wir sind nah an Mercedes dran, aber noch dahinter. Insgesamt sind wir aber zufrieden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor André Wiegold