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Honda verleiht Red Bull Flügel, aber wie geht es nach 2021 weiter?

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Honda verleiht Red Bull Flügel, aber wie geht es nach 2021 weiter?
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
30.11.2019, 08:04

Max Verstappen lobt Honda über den grünen Klee - Doch eine Zusammenarbeit über die Formel-1-Saison 2021 hängt für die Japaner vom Business Case ab

Im fünften Jahr seit dem Formel-1-Comeback hat Honda sein erstes Podium, seinen ersten Sieg und den ersten Doppelsieg geholt. Der Durchbruch der Japaner hat auch Red Bull zu unerwarteten Erfolgen in der Saison 2019 verholfen. Max Verstappen zufolge hat Honda Red Bull etwas gegeben, "was wir nie zuvor hatten". Doch wie geht es nach 2021 weiter?

Die Verlängerung des Formel-1-Engagements ist sehr vorsichtig angesetzt: Honda hat nur ein weiteres Jahr angehängt. 2021 wird neben der revolutionären Aerodynamik auch umweltfreundlicher Kraftstoff eingeführt.

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko lässt bei 'ServusTV' durchblicken, dass es gemeinsame Pläne über 2021 hinaus gibt: "Es gibt noch weitere Gespräche für eine eventuelle Zusammenarbeit für 2022 und 2023." Es hängt für Honda aber davon ab, ob die Kosten ausreichend gesenkt werden können.

Die Hoffnung dafür gibt es durchaus, wie Marko sagt: "Von der FIA sind Ansätze und Intentionen zu erkennen, dass ab 2021 die Motoren eingefroren werden - das heißt, dass die Weiterentwicklung praktisch stagniert. Dann würden die Kosten noch einmal drastisch heruntergehen." Er glaubt, dass das der entscheidende Faktor für eine weitere Kooperation mit Red Bull sein könnte.

Verstappen voll des Lobes über Honda

Max Verstappen galt in der Endphase der zuletzt schwierigen Ehe zwischen Red Bull und Renault zu den größten Kritikern der Franzosen. Mit Honda hingegen ist er zufrieden, wie man ihn selten gesehen hat. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, wie es einst zwischen den Japanern und McLaren hergegangen ist.

Max Verstappen, Pierre Gasly

Max Verstappen und Pierre Gasly bescherten Honda den ersten Doppelsieg seit 1991

Foto: LAT

"Wir haben über die Saison hinweg Ziele gesteckt. Und sie haben sie immer erreicht oder sogar übertroffen", sagt er in einem Interview mit ausgewählten Medien, darunter 'Motorsport.com'. "Sie sind immer ehrlich zu uns gewesen, was wir bekommen würden. Und manchmal sogar ein bisschen besser."

"Wir sind dicht an Mercedes dran. Die Verbesserungen mit den letzten beiden Ausbaustufen waren enorm. In Brasilien sahen wir geradeaus sogar etwas schneller aus, aber man muss auch die Flügelstellung in Betracht ziehen."

Honda und Red Bull nahmen bewusst Gridstrafen in Kauf. Verstappen ist "sehr glücklich" mit der Tatsache, dass jede Ausbaustufe auch wirklich Verbesserungen mit sich gebracht hat, vor allem bei der Standfestigkeit. "Wir hatten keinen Ausfall, der auf Honda zurückgeht", strahlt er.

 

"In der Vergangenheit haben wegen Zuverlässigkeitsproblemen sowohl beim Motor als auch beim Auto wichtige Punkte verloren. Ich denke, wir haben beide Teile verbessert. Ich bin damit sehr zufrieden, weil man letztlich um die Weltmeisterschaft kämpfen will. Da kann man sich solche Ausfälle nicht leisten."

Red Bull homologierte mehr Teile am Antriebsstrang als straffrei erlaubt - an beiden Autos jeweils zwei Verbrennungsmotoren, eine MGU-H und einen Turbolader mehr. Das habe aber nicht an vorzeitigen Verschleiß gelegen. "Es war ausschließlich wegen Performance-Upgrades", sagt Verstappen. "Das ist ein gutes Zeichen für nächstes Jahr."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Heiko Stritzke