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Honda: Zweites Motoren-Problem wirft Fragen auf

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Honda: Zweites Motoren-Problem wirft Fragen auf
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
27.06.2018, 07:06

Die Ausbaustufe des Formel-1-Motors von Honda hat sowohl in Kanada als auch in Frankreich nicht ordnungsgemäß funktioniert, allerdings aus unterschiedlichen Gründen

Das Antriebsupdate hat Red Bull endgültig davon überzeugt, ab 2019 mit Honda eine Zusammenarbeit einzugehen. Doch die in Kanada eingeführte Ausbaustufe des Formel-1-Motors läuft noch lange nicht rund. Gleich beim ersten Einsatz in Montreal war Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly mit einem Defekt liegengeblieben. Beim Frankreich-Grand-Prix in Le Castellet erwischte es seinen Teamkollegen Brendon Hartley. Das Schlimme aus der Sicht von Honda: Es war nicht zweimal der gleiche Fehler.

Das hat Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe im Gespräch mit 'Motorsport.com' eingeräumt. Er sagte: "Wir hatten zwei Probleme, die allerdings leicht unterschiedlicher Natur waren. Ich kann nicht sagen, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist. Aber so oder so: Wir müssen der Fehlerquelle auf die Spur kommen und sie für die Zukunft abstellen."

Dafür hat Honda alle Hebel in Bewegung gesetzt: Nach dem neuerlichen Motorendefekt bei Hartley im Freitagstraining wurde das kaputte Triebwerk noch am gleichen Tag verpackt und zurück nach Japan geschickt. Am Dienstag liegt es dort den Ingenieuren zur Fehlersuche vor. Und bis dahin hält sich Honda bedeckt, was genau schiefgelaufen sein könnte. "Anhand unserer ersten Untersuchung an der Strecke liegen uns noch keine Details vor", meint Tanabe. "Wir müssen also abwarten."

Er wolle auch nicht voreilig über Korrektur-Maßnahmen spekulieren, solange die Ursachen für die Schäden noch nicht einmal zweifelsfrei geklärt seien. "Die Lösungen hängen ganz von der Art des Defekts ab", erklärt er. "Erst einmal brauchen wir einen Analysebericht. Dann können wir absehen, wie lange es dauert – und wie schwierig es wird."

Hinter den Kulissen arbeitet Honda indes bereits am nächsten Update seines Motors, das dann in der Schlussphase der Rennsaison 2018 eingesetzt werden soll. Dabei werde der japanische Hersteller gleichermaßen auf Qualität wie Leistung achten, verspricht Tanabe. Erst wenn die nächste Ausbaustufe fertig entwickelt sei, werde man sich bei Honda mit der 2019er-Spezifikation des Formel-1-Antriebs befassen.

Auch Adam Cooper hat zu diesem Artikel beigetragen

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Rennserie Formel 1
Autor Stefan Ehlen