Horner sicher: Liberty Media wird gefährdete Teams retten

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht in der Gefährdung der Teams keinen Grund für eine geringe Budgetgrenze: Liberty Media würde ohnehin einschreiten

Horner sicher: Liberty Media wird gefährdete Teams retten

McLaren hatte im Zuge der Budgetdiskussionen davor gewarnt, dass die Formel 1 bis zu vier Teams verlieren könnte, doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner glaubt, dass Formel-1-Promoter Liberty Media im Notfall eingreifen und ein bedrohtes Team retten würde, um keine Autos im Starterfeld zu verlieren.

"Um ihr eigenes Geschäft zu sichern, glaube ich, dass sie helfen würden. Das heißt, sie würden bezahlen", sagt Horner gegenüber 'The Guardian'. Damit soll sichergestellt werden, dass die Formel 1 auch über 2020 hinaus mit mindestens zehn Teams an den Start gehen kann.

Seit dem Aus des Manor-Rennstalls nach der Saison 2016 sind in der Königsklasse nur noch zehn Teams vertreten. Da aktuell keine neuen Rennställe in Aussicht sind, wäre jeder Teamverlust für Liberty Media "ein enormer Schlag", wie Horner sagt. Deswegen glaubt er auch, dass die Amerikaner die Teams retten würden.

Aktuell gibt es in der Formel 1 heiße Diskussionen um die Höhe der Budgetgrenze. Derzeit soll man sich auf 150 Millionen US-Dollar geeinigt haben. Teams wie McLaren würden die Grenze gerne weiter drücken und argumentieren mit der Zukunft der Rennställe, Ferrari und Red Bull stellen sich aber noch quer.

Für Horner ist klar, dass viele Teams die Diskussionen nutzen, um ihre eigenen Pläne durchzusetzen. "Da geht es um Konkurrenzfähigkeit, nicht um Geld", ist er sich sicher. Die anderen würden die Topteams somit auf ihr Level ziehen.

Sein Vorschlag: "Wenn sie es mit den Finanzen wirklich ernst meinen, dann wäre ich dafür, in den kommenden zwei Jahren Kundenautos zu haben. Dann hätten sie keine Kosten für Forschung und Entwicklung. Sie wären einfach ein Rennteam und könnten ihre Kosten enorm drücken."

Am Ende komme es aber auf Liberty Media an: "Es ist ihr Geschäft, und sie müssen entscheiden, wie sie die Teams am Leben erhalten", sagt Horner. "Sie würden alles tun, um sicherzustellen, dass zehn Teams in der Startaufstellung stehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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