Horner: Warum Red Bull der Fahrertitel lieber ist als der Konstrukteurstitel

Warum sich für Red-Bull-Teamchef Christian Horner der WM-Titelgewinn mit Max Verstappen in der Saison 2021 wie ein Jackpot anfühlt

Horner: Warum Red Bull der Fahrertitel lieber ist als der Konstrukteurstitel

Die Teams der Formel 1 wollen vor allem eines: den Titel in der Konstrukteurswertung. Eigentlich. Doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner kann sich sehr gut damit arrangieren, in der Saison 2021 "nur" die Fahrerwertung mit Max Verstappen gewonnen zu haben. O-Ton: "Das steckt das ganze Prestige drin, das ist das große Ding, das wahre Ziel."

Aus wirtschaftlicher Perspektive aber ist der Gesamtsieg bei den Konstrukteuren wertvoller, weil damit ein Plus an Preisgeld verbunden ist. Horner selbst räumt ein: "In der Konstrukteurswertung steckt das Geld drin." Und das nicht nur für die Teams, sondern auch für deren Angestellte, deren Bonuszahlungen üblicherweise an das Abschneiden in der WM-Tabelle geknüpft sind.

"Natürlich: Die Konstrukteurswertung ist wichtig und wir reden hier von Millionenbeträgen", sagt Horner. "Ich glaube aber nicht, dass auch nur ein Angestellter von uns den ersten Platz in der Konstrukteurswertung gegen den Fahrertitel eintauschen würde."

"Alle sind stolz auf das, was Max erreicht hat. Das hat man gesehen, als Max [kürzlich] das Werk besucht hat."

Für Red Bull wie der erste WM-Sieg mit Vettel

Dabei ist es gar nicht der erste große Formel-1-Erfolg von Red Bull, sondern bereits der fünfte WM-Titelgewinn nach 2010 bis 2013 mit Sebastian Vettel. Spezielle Bedeutung erhalte der aktuelle Gesamtsieg in der Fahrerwertung aber durch den "intensiven und engen" Wettbewerb in der Formel-1-Saison 2021, betont Horner. Es sei "irre" gewesen.

"Weil wir es bei Lewis [Hamilton] und Mercedes mit wirklich starken Gegnern zu tun hatten, mussten wir wahrscheinlich über uns hinauswachsen", meint der Red-Bull-Teamchef. Das hebe den Erfolg von Verstappen auf ein Niveau mit dem ersten WM-Sieg durch Vettel im Jahr 2010.

"Und besonders zufriedenstellend stimmt uns natürlich, dass Mercedes bisher in der Hybrid-Ära alles dominiert hatte", sagt Horner. "Endlich haben [auch] wir ein schnelles Auto gebaut, und Max hat diese Chance mit beiden Händen ergriffen. Dass wir am Ende mit dem größten Titel im Motorsport dastehen, das macht uns unheimlich stolz."

Den für die Teams eigentlich wichtigeren WM-Titel gewann zum achten Mal in Folge Mercedes, mit 613,5:585,5 Punkten gegen Red Bull. Damit ist Mercedes in der Konstrukteurswertung seit Beginn der Turbo-Hybrid-Ära im Jahr 2014 in dieser Gesamtwertung weiter ungeschlagen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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