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Hülkenberg: Ricciardo-Wechsel setzt Renault unter Druck

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Hülkenberg: Ricciardo-Wechsel setzt Renault unter Druck
Autor:
Co-Autor: Erwin Jaeggi
23.08.2018, 16:03

Daniel Ricciardo wird in der Saison 2019 überraschend für Renault ins Steuer greifen – Nico Hülkenberg meint, dass der Wechsel das Team unter Druck setze

Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team R.S. 18
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team RS 18
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team
Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team R.S. 18
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing

Der Wechsel von Daniel Ricciardo von Red Bull zu Renault hat sehr überrascht. Der mehrmalige Formel-1-Sieger wechselt von einem Topteam, zu dem Rennstall, der aktuell die Position "der Beste des Rests" in der Formel 1 inne hat. Nico Hülkenberg, der kommende Saison zusammen mit Ricciardo für die Franzosen an den Start gehen wird, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Australier, meint aber auch, dass der Wechsel Renault vor große Aufgaben stellen wird.

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"Ein Fahrer wie Daniel wird Renault dahingehend unter Druck setzen, ein gutes Auto zu konstruieren", sagt der Deutsche im Rahmen des Grand Prix von Spa. "Einen mehrmaligen Grand-Prix-Sieger im Team zu haben, ist aber sehr positiv." Hülkenberg sei in der Nacht vor der Bekanntgabe über die Verpflichtung des Australiers informiert worden. "Ich muss jetzt meine Hausaufgaben machen", so Hülkenberg. "Ich mache mir aber keine Sorgen. Ich freue mich riesig auf die Herausforderung."

Aufgrund der Erfolge habe Ricciardo in der Formel 1 ein "anderes Standing" als Hülkenberg selbst. Dennoch gibt sich der 31-Jährige aus Emmerich kämpferisch. Er sagt: "Für mich ist es eine Chance, gegen so jemanden zu fahren. Mich durchzusetzen, wird nicht einfach werden, weil er einer der besten Fahrer ist. Ich sehe aber keinen Grund, warum ich mich verstecken müsste."

Der Wechsel von Ricciardo sei außerdem ein Zeichen dafür, wie viel Potenzial in Renault stecken würde. "Deshalb bin ich ja damals auch hier hin gekommen", erklärt Hülkenberg. "Wir sind im Prozess, an die Spitze zu kommen, bei der Halbzeit angekommen. Es gibt aber noch viel Arbeit für uns und wir müssen noch einen langen Weg gehen." Das Team würde es aber schaffen, die gesetzten Ziele zu erreichen und sich stetig zu verbessern. Der Wechsel von Ricciardo könne außerdem eine Chance für Renault sein, weil die Wahrnehmung für Sponsoren zu steigern, so der Deutsche.

Hülkenberg ist sich sicher, dass Ricciardo das Team weiterbringen kann. Der Australier sei eine "Wertanlage", denn ein Team würde zwei gute Fahrer benötigen, um sich in der Königsklasse weiterzuentwickeln. "Er hat viel Erfahrung, ist schon länger in Formel 1 als ich und war bereits in einem Topteam", so der Deutsche weiter. "Das wird uns sicher weiterhelfen."

Für den Grand Prix von Spa sieht es für Hülkenberg allerdings alles andere als rosig aus. Der Deutsche erwarte eine Startplatzstrafe. "Ich werde vermutlich von hinten starten müssen", sagt er. "Die Jungs schauen sich die Details noch genau an, aber es wird vermutlich etwas kommen." Große Hoffnungen auf viele Punkte habe der Deutsche nicht, da die Strecke in Spa nicht gut zu dem Boliden von Renault passen würde. Auch das Rennen im italienischen Monza mache ihm Sorgen. "Ich möchte nicht negativ klingen, aber wir müssen schauen, was geht", so Hülkenberg.

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