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"Ich bin der Sebastian, nächstes Jahr fahre ich bei euch mit!"

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"Ich bin der Sebastian, nächstes Jahr fahre ich bei euch mit!"
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll
13.04.2020, 08:24

Der ehemalige BMW-Motorsportchef Mario Theissen erinnert sich an seine erste Begegnung mit Sebastian Vettel und klärt auf, ob er BMW- oder Red-Bull-Junior war

Sebastian Vettel hat in seiner langen Formel-1-Karriere bereits vieles erreicht. Der 32-Jährige ist viermal Weltmeister mit Red Bull geworden und hat Siege mit Ferrari und Toro Rosso geholt. Was viele aber vergessen: Der Deutsche hat das erste seiner bislang 240 Formel-1-Rennen für BMW-Sauber absolviert. Als Achter holte er in Indianapolis 2007 als Ersatz für den verletzten Robert Kubica einen Punkt.

Ein Jahr zuvor gab Vettel in der Türkei sein Trainingsdebüt für den Rennstall. Vettel war damals nämlich nicht nur Red-Bull-Junior, sondern auch BMW-Junior. Der damalige Motorsportchef Mario Theissen erinnert sich im Formel-1-Podcast 'Starting Grid' noch an seine erste Begegnung mit dem Bub aus Heppenheim.

Theissen war 2002 bei einem Rennen im Fahrerlager. "Da zupft mich einer am Hemd und sagt: 'Ich bin der Sebastian, nächstes Jahr fahre ich bei euch mit'", erinnert er sich. Damals sei Vettel 14 Jahre alt gewesen und hatte gemeint, dass er im kommenden Jahr in der Formel BMW unterwegs sein werde.

Gemeinsame Förderung von BMW und Red Bull

"Und in der Tat: Im nächsten Jahr tauchte er als 15-Jähriger in der Formel BMW auf, fuhr die ganze Saison mit und wurde sofort Rookie of the year", erzählt Theissen im Podcast, der eine Koproduktion von meinsportpodcast.de und Motorsport-Total.com/Formel1.de ist.

Sebastian Vettel

Vettel war schon in der Formel BMW mit Red-Bull-Branding unterwegs

Foto: Sutton Images

Doch damit nicht genug: Wiederum ein Jahr später dominierte der Youngster die Serie nach Belieben und gewann 18 der 20 Saisonläufe. "Das war schon der Hammer, was er damals gezeigt hat", lobt der ehemalige BMW-Motorsportchef, der die Karriere des Deutschen natürlich weiter verfolgte.

Damals gehörte Vettel aber bereits dem Förderkader von Red Bull an, die ihn seit Kartzeiten betreuten. Doch der Hersteller hatte so großes Interesse an ihm, dass man sich mit Red Bull an einen Tisch setzte und sich darauf verständigte, die Karriere des Heppenheimers von nun an gemeinsam zu fördern. "Er war von dem Moment der Formel-BMW-Zeit an ein Red-Bull- und BMW-Förderfahrer", räumt Theissen mit der Verwirrung auf.

Erste Einsatzchance im BMW-Sauber-Team

Bei BMW-Sauber bekam Vettel 2006 auch die erste Formel-1-Chance. Als Jacques Villeneuve aufgrund unzureichender Leistungen durch Testfahrer Robert Kubica ersetzt wurde, wurde dessen Platz im Team frei. Schon kurze Zeit später saß Vettel in der Türkei erstmals an einem Grand-Prix-Wochenende im Auto.

Theissen blickt zurück: "Es gab damals noch lange Telefonate mit Bernie Ecclestone (Formel-1-Boss) und Max Mosley (FIA-Präsident; Anm. d. Red.), weil er einfach noch extrem jung war und aus der Formel 3 kam. Er hat aber die Zulassung als Testfahrer bekommen. Von dem Zeitpunkt war er natürlich 100 Prozent bei BMW."

Allerdings konnten ihm die Bayern für 2007 keinen Stammplatz anbieten, weil Nick Heidfeld und Robert Kubica verpflichtet waren. Lediglich einmal einspringen durfte Vettel in Indianapolis, als sich Kubica bei seinem schweren Unfall in Kanada verletzt hatte. Doch der Pole war nach nur einem Rennen wieder fit und Vettel saß erneut auf der Ersatzbank, als sich die nächste Chance bot.

Keine Reue wegen Red-Bull-Wechsel

Red Bull trennte sich während der Saison von Scott Speed, sodass bei Toro Rosso plötzlich ein Cockpit frei war. "Da war es klar, dass er diese Chance nutzt. Das entsprach der Zusammenarbeit mit Red Bull bis dahin und war für uns auch nie ein Thema", so Theissen.

Denn ein Stammcockpit für Vettel stand für BMW damals ohnehin nicht auf der Agenda: "Wir waren mit Nick Heidfeld und Robert Kubica in einer Situation, dass wir das Team an die Spitze heranführten. Wir wollten in dieser Situation nicht einen extrem jungen Fahrer reinsetzen. Das konnten wir in dieser Situation nicht riskieren", sagt Theissen.

Sebastian Vettel

Bei Toro Rosso ersetzte Vettel den glücklosen Scott Speed

Foto: LAT

BMW-Sauber setzte bis zum Ausstieg des Herstellers am Ende der Saison 2009 auf seine bewährte Fahrerpaarung, während Red Bull den Deutschen 2009 ins Mutterteam hochziehen konnte. Der Rest ist Geschichte.

Dass man Vettel damals hat ziehen lassen, bereut Theissen nicht: "Der Punkt ist, dass man ein Risiko nicht im Nachhinein bewerten kann. Das Risiko stellt sich dann, wenn man die Entscheidung treffen muss", sagt er und nennt den Deutschen als besten Fahrer, mit dem er je zusammengearbeitet hat. "In der Situation weiß man es halt nicht."

Bei der Professionalität allen voraus

Generell sei Vettel aber auch schon in seiner Anfangszeit extrem reif für sein Alter gewesen. "Er war den anderen deutlich voraus in der Professionalität und der Fokussierung", lobt Theissen. Schon bei jedem Test in der Formel BMW habe sich Vettel damals penibel genau Notizen über alles gemacht, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

"Er ist immer vier Stunden vor dem Rennen aufgestanden, auch wenn das Rennen schon früh um 8 war", so der Ex-Motorsportchef. "Er hat sich vorbereitet, hat Sport gemacht, damit er auf den Punkt fit war. Und auch sein Fitnessprogramm war über allen anderen erhaben. Er hat sich für nichts anderes interessiert, sich voll reingehängt - und das war absolut eindrucksvoll."

Sebastian Vettel, Mario Theissen

Mittlerweile sind seit Vettels BMW-Zeit 13 Jahre vergangen

Foto: Motorsport Images

Und auch wenn Vettel in den Augen einiger Leute etwas von seinem Glanz verloren zu haben scheint, glaubt Theissen nicht, dass er heute anders zu Werke geht: "Der Charakter eines Menschen ändert sich nicht. Ich bin sicher, die Professionalität, mit der er herangeht, hat sich auch nicht geändert", sagt er.

In dieser Hinsicht habe er viel von seinem Idol Michael Schumacher, bei dem man das auch habe beobachten können. "Das sind schon herausragende Eigenschaften, die sich nicht verlieren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer