Nach Besuch in Austin: IndyCar-Champion liebt die Formel 1

IndyCar-Meister Josef Newgarden zeigt sich nach seinem Besuch des Grand Prix der USA 2017 begeistert: "Man weiß nie, wann vielleicht mal die passende Gelegenheit kommt."

Der Grand Prix der USA 2017 in Austin war für zahlreiche amerikanische Rennfahrer eine gute Gelegenheit, sich von der aktuellen Formel 1 ein Bild zu machen. Unter anderem der neue IndyCar-Champion Josef Newgarden nutzte diese Chance – und er war am Ende äußerst begeistert. "Meine Leidenschaft für Formel-1-Autos ist neu entfacht worden", erklärt der Penske-Pilot nach dem Rennen. "Ich hatte diese Autos jahrelang nicht mehr aus nächster Nähe gesehen."

"Schwierig, nicht sofort in eines dieser Fahrzeuge springen zu wollen", meint der Amerikaner. Newgarden schränkt jedoch sogleich ein: "Mein Fokus liegt 2018 auf IndyCar mit dem Team Penske. Aber nach dieser Woche ist mein Interesse an dem, was so in der Formel 1 vor sich geht, enorm gestiegen. Ich werde das weiter beobachten und schauen, was sich in Zukunft entwickelt. Man weiß schließlich nie, wann vielleicht mal eine passende Gelegenheit kommt. Und wenn die kommt, schaue ich es mir an."

Der 26-jährige Newgarden war in den USA als potenzieller Ersatzmann für Pierre Gasly im Toro Rosso gehandelt worden. Dies hätte die Aufmerksamkeit für den Grand Prix in Austin weiter steigern können. Das Cockpit ging jedoch an Porsche-Werksfahrer Brendon Hartley, der auch die restlichen Formel-1-Rennen des Jahres für das italienische Team fahren soll. "Es gab da viel Gerede um den Toro-Rosso-Platz. Aber ganz ehrlich: Ich habe nie mit irgendjemanden gesprochen", sagt Newgarden.

Der Formelsport-Spezialist aus Nashville war in den Vorjahren als möglicher Pilot für das US-amerikanische Team Haas gehandelt worden. "Da habe ich tatsächlich mit ein paar Leuten gesprochen", gibt er zu, "aber das war nie wirklich ernst." Für den US-Star steht ohnehin jetzt schon fest: Seine Karriere ist auch ohne Formel-1-Einsatz perfekt. "Ich hatte so großes Glück", meint er. "Ich bereue nichts, wenn ich auf meine Karriere blicke. Ich hatte so viele Möglichkeiten, mehr als viele andere Fahrer."

"Wenn dies jetzt mein letztes Jahr gewesen wäre, dann könnte ich gut damit leben", meint Newgarden, der für 2018 fest das Ziel Titelverteidigung in der IndyCar-Serie im Blick hat. "Natürlich würde ich mich sehr darüber freuen, eines Tages mal ein Formel-1-Auto zu fahren, aber es gibt auch viele andere Autos, die ich gern mal ausprobieren würde. Dennoch: Ich habe in meinem Leben mehr machen dürfen als viele andere. Also wäre ich niemals unzufrieden."

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Rennserien Formel 1 , IndyCar
Fahrer Josef Newgarden
Artikelsorte News
Tags austin, indycar