Kaufen chinesische Investoren die Formel-1-Strecke in Interlagos?

Die Formel-1-Strecke in Sao Paulo soll weiterhin privatisiert werden. Über Pirelli erhofft sich Bürgermeister Joao Doria nun Kontakte zu chinesischen Investoren.

Der Vertrag mit dem Großen Preis von Brasilien in Interlagos läuft noch bis 2020. Trotzdem ist die Zukunft des Rennens unklar, denn die Wirtschaftskrise im Land hat die Strecke in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt. Wichtig staatliche Unternehmen haben sich als Sponsoren bereits zurückgezogen, weshalb die Strecke nun privatisiert werden soll. Doch die Suche nach großen Investoren gestaltet sich offenbar schwierig.

Vor einigen Monaten machte das Gerücht die Runde, Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone könnte das Autodromo Jose Carlos Pace kaufen. Doch der mittlerweile 86-Jährige erteilte eine klare Absage. Nun hat Pirelli seine Hilfe angeboten. Das berichtet die italienische 'Gazzetta dello Sport'. Der Formel-1-Reifenhersteller möchte allerdings nicht selbst als Investor einsteigen.

Vielmehr gab es ein Treffen zwischen Joao Doria, Bürgermeister von Sao Paulo, und Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera, bei dem der Italiener seine Unterstützung bei der Suche zugesichert hat. "Er hat mir gesagt, dass er die Sache an chinesische Investoren weitergeben wird", verrät Doria. Hintergrund der Pirelli-Beziehungen nach Asien: Pirelli wurde 2015 von ChemChina, einem staatlichen chinesischen Unternehmen, übernommen.

Doria bestätigt in diesem Zusammenhang noch einmal seinen klaren Wunsch, die Strecke zu privatisieren. Aktuell befindet sich das Autodromo Jose Carlos Pace noch in staatlichem Besitz. Der Große Preis von Brasilien hat seit 1973 einen festen Platz im Formel-1-Kalender und findet seit 1990 ohne Unterbrechung in Interlagos statt. In diesem Jahr steht das Rennen am 12. November auf dem Plan.

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