Istanbul: Hochdruck-Reinigung der Strecke für mehr Grip

Die Veranstalter des Türkei-Grand-Prix in Istanbul haben ihre Rennstrecke einer Hochdruck-Reinigung unterzogen, damit die Formel 1 dort mehr Grip vorfindet

Istanbul: Hochdruck-Reinigung der Strecke für mehr Grip

"Wie auf Eis" haben sich die Formel-1-Fahrer 2020 beim Türkei-Grand-Prix in Istanbul gefühlt. Der frisch aufgetragene Asphalt hatte ihnen kaum Grip geboten, vor allem nicht im Nassen. Zu einer Wiederholung dessen soll es aber nicht kommen: Die Ausrichter des Rennens in der Türkei haben entsprechende Maßnahmen ergriffen.

"Die gesamte Streckenoberfläche wurde behandelt, um das Gripniveau zu erhöhen", erklärt FIA-Rennleiter Michael Masi. "Im Prinzip hat man die Strecke einer Hochdruck-Reinigung unterzogen. So kann man es wohl am besten beschreiben. Das ist eine gängige Praxis."

Laut Masi wird zum Beispiel beim Formel-1-Stadtrennen in Singapur ganz ähnlich verfahren. "Dort verwenden wir ja öffentliche Straßen, die regelmäßig einen neuen Belag erhalten." Und dieser Belag müsse vor einem Grand Prix ebenfalls bearbeitet werden.

"Genau das ist jetzt in der Türkei passiert, gemeinsam mit noch ein paar weiteren Anpassungen." Welche genau das sind, dazu sagt Masi nichts.

Kein Vorwurf an die Veranstalter in der Türkei

Er macht den Veranstaltern in der Türkei auch explizit keinen Vorwurf für die rutschigen Bedingungen im vergangenen Jahr und meint: "Es war eine Frage des Timings, wie wir schon damals betont haben. Das hat man nun entsprechend korrigiert."

Formel-1-Sportchef Ross Brawn ergänzt: "Die Situation war einfach die Konsequenz aus der späten Entscheidung, dort ein Rennen auszutragen, weil wir mit dem Kalender auf die Coronakrise reagieren mussten."

Die Kombination aus neuem Asphalt und geringen Temperaturen habe dann dazu geführt, dass die Fahrzeuge kaum Grip gehabt hätten. "Und ich kann verstehen, dass die Fahrer nicht erfreut darüber waren", sagt Brawn.

Brawn: Gehört auch zum Wettbewerb dazu!

"Aber: Manchmal sollten sich die Fahrer daran erinnern, worum es bei einem Wettbewerb geht, nämlich darum, die Ziellinie als Erster zu überqueren. Auch wenn das Gripniveau nicht so toll war, es war für alle gleich."

"Manche Fahrer haben sich darauf eingelassen, andere haben sich ablenken lassen. Es war aber auf jeden Fall nichts Schlechtes, ein Rennwochenende unter diesen fordernden Bedingungen zu haben", meint Brawn. "Das Fahrertalent war so maximal sichtbar. Und ich glaube nicht, dass der Grip maßgeblich dafür ist, wie hoch das Niveau auf der Strecke ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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