Jacques Villeneuve glaubt: FIA hält schützende Hand über Max Verstappen

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Jacques Villeneuve glaubt: FIA hält schützende Hand über Max Verstappen
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
30.08.2016, 07:35

Der frühere Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve kann nicht nachvollziehen, weshalb Max Verstappen für sein aggressives Verhalten im Zweikampf nicht bestraft wird.

Jacques Villeneuve
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Max Verstappen, Red Bull Racing
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12; Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H
Max Verstappen, Red Bull Racing

Alleine beim Großen Preis von Belgien habe Villeneuve mehrere Szenen beobachtet, in denen Verstappen eindeutig zu hart gefahren sei. Deshalb komme er zur Vermutung, der Automobil-Weltverband (FIA) lasse den Formel-1-Teenager bewusst gewähren.

"Der Weltverband ist das Problem", sagt Villeneuve im Gespräch mit Motorsport.com. "Es sieht einfach so aus, als würde man ihn beschützen. Sie wollen, dass er ein Star wird."

Das sei schon beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim deutlich geworden, meint Villeneuve. "Dort hat er auf der Geraden mehrfach die Linie gewechselt und Nico [Rosberg] verpasste seinen Bremspunkt. Beide schossen geradeaus, aber Nico wurde bestraft. Dabei war es nicht mal sein Fehler."

"Da stimmt also etwas nicht", sagt Villeneuve. "Mich macht das wütend. Vor 20 Jahren hätte ihn einfach jemand in die Bäume geschickt."

Das Auftreten von Verstappen auf der Rennstrecke sei schlichtweg "inakzeptabel", so der Weltmeister von 1997 weiter. "Wenn er so weitermacht, bringt er noch jemanden um."

Verstappen müsse daher lernen, seine Gegner zu respektieren. "Du kannst nicht einfach deine Konkurrenten von der Strecke fahren oder sie auf der Geraden zum Bremsen zwingen. Das ist super-gefährlich."

"Aber vor 20 Jahren hätten die Fahrer das noch untereinander geregelt", meint Villeneuve und fügt hinzu: "Heute wird das nicht mehr passieren, nicht in dieser politischen Umgebung. Man würde glatt seine Lizenz verlieren."

Das Gespräch führte Oleg Karpov

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