James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

McLaren-Technikchef James Key hält die Formel 1 für zukunftsträchtig, und zwar egal, auf welches Antriebskonzept man in kommenden Jahren setzt

James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Die Formel 1 steht vor einem Dilemma: Motorsport mit Verbrennungsmotoren scheint eine Sackgasse zu sein, die Hybridkomponente der aktuellen Antriebe greift vielen Herstellern zu kurz. Wohin also soll sich die Grand-Prix-Szene entwickeln, um auch in Zukunft relevant zu sein für Werke und Fans gleichermaßen?

McLaren-Technikchef James Key hält dies für ein "besonders wichtiges Thema" und meint, die Formel 1 täte gut daran, mögliche Trends genau im Auge zu behalten. "Für die Zukunft gibt es viele Technologien, die man auf dem Radar haben muss", sagt Key. Er betont aber auch: "Es gibt genügend Alternativen."

Key denkt zum Beispiel konkret daran, dass sich die Formel 1 bei der Suche nach dem idealen Antriebskonzept gar nicht zu verbiegen brauche. "Es mag sich altmodisch anhören, aber: Die Energiedichte von Benzin ist unheimlich hoch. Und die gesamte Technologie rund um Verbrennungsmotoren gibt es bereits."

Noch kein Formel-1-Fahrplan für die Zukunft

Was Key damit sagen will: Auch unter diesen technischen Voraussetzungen könnte die Formel 1 eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie Wohlbekanntes noch effizienter macht und es damit neu positioniert.

Oder eben die Rennserie sucht sich technisch ein neues Spielfeld für die Antriebe der Zukunft. "Mit ihrer Entwicklungsleistung und ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit ist die Formel 1 geradezu prädestiniert, neue Antriebsmethoden zu entwickeln - sofern das zu den Plänen und Erfordernissen der Hersteller passt", sagt Key.

Das müsse nicht bedeuten, dass die Formel 1 zum Beispiel früher oder später komplett elektrisch fahre, wie der McLaren-Technikchef weiter erklärt. Ob überhaupt, das sei eine "offene Frage". Zumal sich die Formel E bis Ende der 2030er-Jahre volle Exklusivität für reine Elektroantriebe in Formelautos hat zusichern lassen.

"Wir müssen einfach mal schauen, was passiert", sagt Key und wiederholt nochmals: "Die Formel 1 ist die perfekte Plattform, um künftige Antriebstechnologien zu testen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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