Jean Todt: Ich will nicht, dass das Sprintqualifying Rennen heißt!

FIA-Präsident Jean Todt gibt zu, dass er "kein großer Fan" des neuen Sprintqualifyings in der Formel 1 ist, hat sich aber gegen den Pilotversuch nicht quergestellt

Jean Todt: Ich will nicht, dass das Sprintqualifying Rennen heißt!

FIA-Präsident Jean Todt hat am Rande des Grand Prix von Frankreich in Le Castellet erstmals offen zugegeben, dass er kein Freund der Idee ist, das Qualifying am Samstag durch ein Sprintrennen zu ersetzen: "Ich glaube nicht, dass die Formel 1 das braucht", sagt der Chef des Automobil-Weltverbandes.

Aber: "Wenn die Leute etwas ausprobieren wollen, dann wird es, schätze ich, dem Rennen am Sonntag nicht wehtun. Es ist einfach eine neue Art und Weise, die Startaufstellung für Sonntag zu ermitteln. Es schadet nicht, das zu versuchen."

"Ich bin schon gespannt darauf, was dabei herauskommt. Ich bin mir aber sicher, dass es dem Rennen am Sonntag nicht schaden wird. Einige sagen, dass die Samstage jetzt interessanter sein werden als die Sonntage. Ich glaube aber nicht, dass es ein großes Risiko für das Image und die Glaubwürdigkeit der Weltmeisterschaft ist."

Das erste Qualifying-Sprintrennen findet am 17. Juli beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone statt. Dort wird am Freitag in einem Zeitfahren die Startaufstellung für das "Sprintqualifying" ermittelt, wie der offizielle Titel für das neue Format lautet. Am Samstag folgt dann ein Rennen über 17 Runden.

Dass das Format offiziell nicht "Qualifyingrennen" oder "Sprintrennen" heißt, geht auf Todt zurück: "Wir nennen es nicht Rennen. Das liegt zumindest teilweise in meiner Verantwortung. Für mich ist und bleibt das Rennen am Sonntag. Wenn Sie mich fragen: Ich bin kein großer Fan davon", erklärt der Franzose.

Übrigens: Die Top 3 des Sprintqualifyings erhalten zusätzliche Punkte (3-2-1). Nach Silverstone wird das Format auch in Monza stattfinden - und bei einem weiteren Überseerennen, das bisher noch nicht definitiv benannt ist. Zuletzt hieß es, wahrscheinlichste Station dafür sei der Grand Prix von Brasilien im November.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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