Jean Todt: Lösung im Motorenstreit „sehr nah“

Jean Todt geht davon aus, dass die Hersteller eine Lösung gefunden haben, die Kosten für die Kunden-Aggregate künftig deutlich zu senken. Er glaubt nicht, dass es nötig sein wird, einen weiteren Lieferanten zu involvieren.

Am gestrigen Freitag lief die Frist aus, in der die Hersteller sich eine Lösung überlegen konnten und Todt ist optimistisch, dass sie das auch geschafft haben.

Sollten Mercedes, Ferrari und Renault aber keine befriedigende Lösung anbieten können, käme wieder der „unabhängige“ Motor ins Spiel, den Bernie Ecclestone gerne sehen würde. Der Brite und FIA-Präsident Todt haben seit Dezember 2015 ein Mandat vom Motorsportweltrat, das Reglement auch ohne Zustimmung der Teams zu ändern.

Ein alternativer Motor war von der Formel-1-Kommission abgelehnt worden. Damit das Mandat von Ecclestone und Todt nicht zum Tragen kommt, hatten die Hersteller den Auftrag bekommen, sich eine für alle akzeptable Lösung auszudenken, wie sie alle Kunden mit erschwinglichen Motoren beliefern können.

Informationen zufolge haben die Hersteller das auch geschafft. Es waren zwar mehrere Meetings nötig – bei denen auch Vertreter der FIA anwesend waren – das Problem soll aber gelöst worden sein. Außerdem sollen einige Motorenteile standardisiert werden, was ebenfalls geringe Kosten zur Folge hätte.

Eine endgültige Entscheidung wird es aber erst geben, nachdem die Ergebnisse der Meetings nächste Woche beim Treffen der Formel-1-Kommission in Genf diskutiert wurden.

„Ich glaube, wir sind sehr nahe“, sagte Todt am Freitag. „Es wäre unangebracht, diese Frage zu vorher zu beantworten.“

„Vielleicht ist es eine Frage, die ich in 72 Stunden beantworten könnte. Ich bin optimistisch.“

„Ich hoffe, dass die Leute guten Menschenverstand bewiesen haben, denn es ist unsere Meisterschaft. Es ist in ihrem Interesse – es ist im Interesse der Teams, es ist im Interesse der kommerziellen Rechteinhaber.“

„Deswegen denke ich, dass wir in einer normalen Welt, mit vernünftigen Menschen, in der Lage sein sollten, uns zu einigen und eine gute Lösung zu finden.“

Das Gespräch führte Adam Cooper

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