Kameras, Grafiken und mehr: Formel 1 will TV-Übertragungen verbessern

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Kameras, Grafiken und mehr: Formel 1 will TV-Übertragungen verbessern
02.02.2019, 08:53

Der Fernsehchef der Formel 1 kündigt für 2019 interessante Neuerungen an - Es geht ihm auch darum, einen qualitativ schlechten Kommentar zu retten

Die Formel 1 will die Qualität ihrer Fernsehübertragungen in der Saison 2019 verbessern und denkt über neue Kamerapositionen nach. Laut Dean Locke, dem TV- und Medienchef der Rennserie, steht das bisherige Konzept vollumfänglich zur Debatte. "Wir unternehmen alles, um die Geschwindigkeit und das Tempo der Autos besser zu zeigen", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Locke ist überzeugt, dass die Action von den Tribünen aus "unglaublich" wirkt, bestimmte Kamerawinkel und Linseneinstellungen aber verzerren würden. "Dann sieht es nicht mehr so dramatisch und rasant aus", meint er. Eine Idee sind schnelle Kameraschwenks, die das Bild zu undeutlichen Streifen verschwimmen lassen ("Whip pan"). Einen Probelauf gab es 2018 beim Japan-Grand-Prix.

Dazu soll bei der Akustik nachgebessert werden. Es stört Locke, dass häufig Frontalaufnahmen der Wagen gezeigt werden, der Sound aber in Wirklichkeit aus dem Heck der Boliden kommt. "So etwas klappt auf einigen Strecken besser als auf anderen", sagt er. "Der Honda-Motor klang im vergangen Jahr richtig gut und damit konnten wir einige wirklich interessante Projekte angehen."

In Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Amazon Web Services sind neue Grafiken angedacht, um etwa die Rennstrategie zu visualisieren und verständlicher zu machen - ein Thema, das noch in den Kinderschuhen steckt. "Momentan brauchen wir sehr gute Kommentatoren, um die Taktik zu erklären", sagt Locke. "Das kann man bei 90 Sendern in 200 Ländern aber nicht voraussetzen."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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