Kein Punkt für Gasly zum Auftakt: "Müssen ihm Zeit geben"

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Kein Punkt für Gasly zum Auftakt: "Müssen ihm Zeit geben"
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
17.03.2019, 14:43

Pierre Gasly erlebte in Melbourne ein äußerst durchwachsenes Wochenende, das jedoch durch das Qualifying versaut war - Red Bull mahnt zur Geduld

Pierre Gasly erlebte bei seinem Auftakt für Red Bull ein Wochenende zum Vergessen. Den Fehler seines Teams, ihn am Ende von Q1 nicht noch einmal auf die Strecke zu lassen, konnte er auch am Sonntag nicht wieder ausbügeln. Von Startplatz 17 reichte es für den Franzosen am Ende nur für Rang elf - zu wenig für einen Punkt.

"Wir wussten, dass es schwierig werden würde, auf einer solchen Strecke wieder in die Top 10 zu fahren", hadert er. Gasly hatte Probleme, an seinen Konkurrenten vorbeizukommen. Vor allem ausgerechnet Toro Rossos Daniil Kwjat sorgte für das entscheidende Manöver, dem Gasly nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Kwjat pflügte nach Gaslys Stopp an ihm vorbei und schnappte sich am Ende Rang zehn. Das Manöver schiebt er auf seine damals kalten Reifen, und dass er den Russen nicht wieder überholen konnte, lag laut Teamchef Christian Horner am hohen Topspeed des Toro Rosso. "Der Toro Rosso war heute auf den Geraden sehr schnell. Ich glaube, die sind weniger Anpressdruck als wir gefahren. Er kam nicht einmal mit dem zusätzlichen Grip durch die frischeren Reifen vorbei."

Zudem hatte Kwjat vor ihm ebenfalls DRS durch Lance Stroll, sodass Gasly in einem "DRS-Zug", wie es Horner ausdrückt, gefangen war. Eingreifen wollte Red Bull aber von außen nicht: "Sie dürfen frei fahren", bestätigt der Brite.

Und so musste Gasly ohne Punkte die Heimreise antreten. Er ärgert sich: "Bis zum dritten Training lief alles gut. Die Pace war da und mein Gefühl im Auto wurde besser. Gegenüber Max (Verstappen) hatte ich eine ähnliche Pace", so der Franzose. "Aber der Run in Q1 und das Ausscheiden haben das Qualifying und das ganze Rennen leider beeinflusst."

Und obwohl Platz elf im Red Bull nicht wie ein Ruhmesblatt aussieht, macht man ihm bei Red Bull keinen Vorwurf: "Ich finde, dass er trotzdem ein gutes Rennen gefahren ist. Er hat eine gute Aufholjagd gezeigt", lobt Teamchef Horner. Auch Sebastian Vettel hat ihn als WM-Konkurrenten auf der Rechnung: "Er hatte gestern etwas Pech und war das ganze Wochenende nicht weit von Max entfernt."

Bislang verlief sein Auftritt für Red Bull jedoch alles andere als gut: Da wären der Testunfall in Barcelona, die abfallende Pace zu Verstappen, das verpatzte Qualifying und das schwierige Rennen heute. Wer Red Bull kennt, der weiß, dass Gasly somit schon mächtig unter Druck stehen dürfte.

Horner mahnt jedoch zur Geduld: "Er braucht einfach ein sauberes Wochenende. Er hat eigentlich gut in dieses Wochenende reingefunden. Sein Feedback ist sehr gut", lobt er. "Wir wissen, dass er schnell ist. Wir müssen dem Jungen nur ein bisschen Zeit geben. Er kriegt das schon hin."

Mit Bildmaterial von LAT.

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