Keine Stallregie bei Mercedes: Hamilton und Rosberg dürfen weiter frei fahren

Mercedes hat sich zu einer Krisensitzung in der Teamzentrale in Brackley getroffen. Das Ergebnis ist: Lewis Hamilton und Nico Rosberg dürfen weiter frei fahren, aber unter verschärften Bedingungen.

Nach drei Zwischenfällen in den vergangenen fünf Rennen sei dieser Schritt notwendig geworden, heißt es von Seiten des Silberpfeil-Werksteams. „Wir haben dadurch schließlich bereits über 50 Punkte in der Konstrukteurswertung verloren.“

Man habe deshalb die Verhaltensregeln für teaminterne Zweikämpfe präzisiert und „mit größeren Abschreckungsmechanismen“ versehen, um künftigen Kollisionen zwischen Hamilton und Rosberg vorzubeugen. Details dazu nennt Mercedes nicht.

Stallregie nein, aber...

Auf eine klassische Stallregie wolle man verzichten. „Als leidenschaftliche Racer wollen wir sie gegeneinander fahren sehen. Das ist auch im Sinne der Formel-1-Fans“, so Mercedes.

Allerdings behält sich das Team vor, aus teamtaktischen Gründen doch eine Stallregie einzusetzen, um in einem Rennen das Maximum an Punkten für die Konstrukteurswertung zu erzielen – wie zum Beispiel in Monte Carlo, als Rosberg angewiesen wurde, den schnelleren Hamilton vorbeiziehen zu lassen.

Und sollten die Fahrer die neuen teaminternen Spielregeln nicht respektieren, könnte „in letzter Instanz“ ebenfalls eine Stallregie ausgesprochen werden.

„Ihr Schicksal liegt in ihren eigenen Händen“, sagt Mercedes über Hamilton und Rosberg.

„Wir halten Lewis und Nico aber nach wie vor für die beste Fahrerpaarung in der Formel 1. Seit 2013 haben wir gemeinsam 43 Siege und 40 weitere Podestplätze sowie zwei WM-Titel erzielt. Das spricht für sich selbst.“

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