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Kritiker "einfach ignorieren": Ferrari gibt Antwort auf der Strecke

Sebastian Vettel reagiert gelassen auf die Anschuldigungen der Konkurrenz und will mit seiner Leistung auf der Strecke überzeugen - Rotes Doppel am Freitag in Brasilien

Kritiker "einfach ignorieren": Ferrari gibt Antwort auf der Strecke

Sebastian Vettel sicherte sich am Freitag in Interlagos die Trainingsbestzeit. Der Deutsche konnte das Autodromo Jose Carlos Pace in 1:09.217 Minuten umrunden und war damit um 0,021 Sekunden schneller als Teamkollege Charles Leclerc. Mit der Doppelspitze setzte das Team auch ein erstes Ausrufezeichen in Richtung jener Gegner, die dem Team Tricksereien bis hin zu Betrug vorwarfen.

"Ehrlich gesagt geht das ziemlich an mir vorbei", bleibt Vettel gelassen, als er auf die Spekulationen rund um die Ferrari-Antriebseinheit angesprochen wird. Im Vorfeld des Brasilien-Rennens wurde eine weitere Technische Richtlinie von der FIA veröffentlicht, die auf die Schmierstoffe im Motor abzielt.

Bereits am Rande des Austin-Wochenendes gab die FIA eine neue Motoren-Richtlinie bekannt, nachdem Red Bull um Klarstellung gebeten hatte. In der vergangenen Woche haben weitere Anfragen den Weltverband erreicht. Die Konkurrenz hofft dadurch, Ferraris Motorengeheimnis auf die Schliche zu kommen.

Gerüchteküche: Vettel will Betrugsvorwürfe ignorieren

Als das Team in den USA ein enttäuschendes Rennen erlebte, wurden bereits erste Stimmen laut, die behaupteten, dass man den wunden Punkt bei den Roten gefunden hätte. Doch diese Vorwürfe wies Teamchef Mattia Binotto entschieden zurück.

Auch am Brasilien-Wochenende ist die Ferrari-Power weiterhin ein Gesprächsthema. Am Freitag lag die Scuderia in allen drei Sektor beim Power-Ranking gut dabei. In Sektor 1 konnte Vettel die absolute Bestzeit aufstellen. In Sektor 3 war Max Verstappen nur um einen Hauch schneller.

Auch die Topspeed-Werte sind weiterhin gut: Leclerc konnte in Sektor 1 mit 328 km/h geblitzt werden (Kimi Räikkönen lag mit 330 km/h an der Spitze), in Sektor 2 war er mit 268 km/h der Schnellste und in Sektor 3 lag er mit 326 km/h ebenfalls in den Top 6. Der Monegasse profitierte wohl von seinem Motorwechsel, wodurch er länger in stärkeren Power-Modi fahren kann.

Laut Informationen von 'auto motor und sport' verliere Red Bull rund 0,7 Sekunden, Mercedes gar bis zu 0,9 Sekunden pro Runde auf den Geraden auf Ferrari. Vettel bleibt ob dieser Daten trotz der Gerüchteküche ruhig. "Wir schauen auf uns."

Das Rennen in den USA sei schwierig gewesen, er schied bereits nach wenigen Runden mit Aufhängungsbruch aus. Was er besonders bedauert: "Es ist ein bisschen traurig, dass die Leute ihre Meinung heutzutage so schnell ändern."

Eineinhalb Stunden würden bereits ausreichen. Denn nach der schwachen Leistung dachten viele Beobachter und Rivalen bereits, Ferrari dank der Richtlinie am richtigen Fuße erwischt zu haben. "Damit müssen wir leben, und der beste Umgang damit ist, es einfach zu ignorieren und unseren Job zu machen. Wir geben die Antwort auf der Strecke."

Qualitrimm stark, Rennpace ausbaufähig

Zumindest am Freitag ist das dem dreifachen Interlagos-Sieger gelungen. Trotzdem ist Vettel mit seiner Performance aber nicht ganz zufrieden, schließlich ließen die Bedingungen kaum aussagekräftige Runden zu. "Aber es war okay. Wir haben verstanden, was das Auto braucht."

Wie schon in der gesamten Saison zeichnet sich auch in Brasilien ab, dass mit Ferrari vor allem auf einer schnellen Runde zu rechnen ist. "Auf mehrere hintereinander weniger", merkt der Heppenheimer an. "Im Rennen wird es schwierig. Da waren heute andere schneller als wir."

Im Longrun am Nachmittag schaffte er auf dem weichen Reifen im Schnitt eine Rundenzeit von 1:13.545 (zehn Runden). Mercedes-Pilot Lewis Hamilton war rund zwei Zehntelsekunden schneller. "Aber das sehen wir ja schon die letzten paar Rennen hindurch und ist keine Überraschung."

Was fehlt? "Mehr Grip, was nicht so leicht zu finden ist. Aber ich denke, wir können das Auto noch ein bisschen besser abstimmen. Dann werden auch die Longruns besser aussehen", ist Vettel zuversichtlich. Wobei am Freitag aufgrund des Regens alle Fahrer mit wenig Grip zu kämpfen hatten.

Auf einem Longrun sei das allerdings nur deutlich schmerzvoller als auf einer Quali-Runde. Daher merkt Vettel schmunzelnd an, als er gefragt wird, ob es Ferrari an diesem Wochenende zu schlagen gilt: "Kommt auf den Tag an!"

Laut der offiziellen Berechnung der Formel 1 haben die Italiener im Qualifying die Nase gemeinsam mit Red Bull vorn. Ganz anders die Aussichten für die Rennpace: Da wird Ferrari ein durchschnittlicher Rückstand von 0,4 Sekunden pro Runde auf Mercedes prophezeit.

Leclerc will trotz Strafe im Quali "das Maximum" abrufen

Teamkollege Charles Leclerc musste sich im roten Duell nur knapp geschlagen geben. Am Ende war er 0,021 Sekunden langsamer als der Deutsche. Da er aufgrund des Motorwechsels (neue Spec 3) um zehn Plätze strafversetzt wird, kann der Monegasse sich vollkommen auf das Rennen konzentrieren.

Sein Ziel: Am Sonntag eine Aufholjagd starten. "Das ist definitiv mein Ziel. Heute war es jedoch schwierig, Leute zu überholen. Ich weiß nicht genau, wie das dann im Rennen sein wird. Aber normalerweise ist es relativ einfach, andere zu überholen." Vor allem weil er im Ferrari den Power-Vorteil auf den Geraden genießt.

Auch Leclerc musste feststellen, dass der SF90 einmal mehr ein Auto für eine schnelle Runde und nicht für einen Longrun ist. "An der Rennpace müssen wir noch arbeiten." Das sei nach wie vor die größte Baustelle. "Es wird am Sonntag viel wärmer sein, das müssen wir also bedenken."

Trotz seiner Strafe will Leclerc aber auch im Zeittraining alles geben: "Ich werde so hart ich kann pushen. Wir wissen natürlich, dass wir nicht in den Top 10 sein werden. Aber ich werde mein Maximum geben."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Maria Reyer