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Künftig weniger Triple-Header: F1-Kalender soll ausgewogener werden

Formel-1-CEO Stefano Domenicali ist bestrebt, Triple-Header künftig zu vermeiden, sagt aber, dass sie in diesem Jahr wegen der Corona-Situation unvermeidbar seien

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Künftig weniger Triple-Header: F1-Kalender soll ausgewogener werden

Obwohl die Teams in der Vergangenheit deutlich gemacht haben, dass sie Triple-Header nicht sonderlich mögen, weil sie das Personal übermäßig belasten, enthält der aktuelle Rennkalender für 2021 drei davon. Der Dreierpack Russland-Singapur-Japan stellt dabei besonders logistisch eine extreme Herausforderung dar.

Der neue Formel-1-CEO Stefano Domenicali ist sich dieser Problematik bewusst, betont aber, dass solche Triple-Header ein notwendiges Übel seien, um in diesem Jahr einen vollen Kalender zu haben. Langfristig, wenn die Welt nach der Corona-Pandemie zur Normalität zurückkehrt, werde man versuchen, diese Ballung zu vermeiden.

"Sicherlich ist es etwas, das heikel ist und wir müssen damit umgehen", weiß Domenicali. "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die ihre Arbeit verloren haben. Es gibt Menschen, die sehr leiden, also denke ich, dass es besser ist, es aus dieser Perspektive zu betrachten", sagt der Formel-1-Chef weiter.

Domenicali: Triple-Header 2021 noch notwendiges Übel

Kurzfristig habe die einzige Möglichkeit, den "COVID-Effekt" so gering wie möglich zu halten, die gewesen, viele Rennen in die zweite Jahreshälfte zu packen. "Denn wenn wir am Anfang mehr Rennen gemacht hätten, wäre das Risiko höher gewesen. Das ist der Grund, warum wir diese Situation in die zweite Saisonhälfte verlegt haben."

In Zukunft werde freilich wieder auf eine gleichmäßigere Verteilung der Rennen abgezielt, versichert Domenicali. "Ich hoffe wirklich, dass wir im nächsten Jahr, wenn die Situation in dieser Hinsicht stabiler sein sollte, die Triple-Header so weit wie möglich vermeiden werden, weil ich verstehe, was die Grenzen sind", so der Italiener.

Schließlich müsse man auch "die logistischen Implikationen bedenken", die es dabei zu bewältigen gilt. "Ich würde sagen, dass es in diesem Jahr ein Faktor ist, den wir verdauen müssen, und zum Wohle unseres Unternehmens war es der einzige Weg, um mit dem Ziel, das wir in dieser Saison erreichen wollten, weiterzukommen."

Neue Strecken, aber nicht zwangsläufig mehr Rennen

Längerfristig bestätigt der Formel-1-CEO auch das Interesse an neuen Austragungsorten. Dabei nennt er konkret Nordafrika und Südafrika. "Ich denke, das ist etwas, das sehr wichtig ist - in Bezug darauf, einen neuen Ort oder einen alten Ort mit einem großen Erbe zurück in der Formel 1 zu haben", blickt Domenicali voraus.

Zudem verrät er, dass einige europäische Rennen, die derzeit kein fester Bestandteil des Kalenders sind, Interesse angemeldet hätten, wieder berücksichtigt zu werden. All das bedeute aber nicht zwangsläufig auch, dass der Kalender zahlenmäßig weiter anwachse. Hier besteht Domenicali auf "die richtige Balance bei der Anzahl".

Der Sport müsse sich fragen: "Was sind die Bereiche, in die wir strategisch investieren müssen für die Teams und in Bezug auf das Interesse der Sender, Medien und Sponsoren, um dann zu entscheiden, was der richtige Weg wäre - wohl wissend, dass 23 Rennen am oberen Ende der Skala dessen sind, was wir heute stemmen."

"Wenn wir ein gutes Produkt produzieren, kann man sicherlich sagen, dass, wenn der Wert hoch ist, die gleiche Art von Ertrag erreicht werden kann, ohne zu viele Rennen zu haben. Und das könnte der Ansatz sein, sofern man in der Lage ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich denke, dass das der richtige Weg wäre."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Jonathan Noble