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Lance Stroll bei Racing Point privilegiert? "Werde Beine nicht hochlagern"

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Lance Stroll bei Racing Point privilegiert? "Werde Beine nicht hochlagern"
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14.02.2019, 09:11

Wie Lance Stroll mit dem Vorurteil umgeht, er würde sich beim Team seines Vaters ins gemachte Bett legen, und wie sich dies für Teamkollege Sergio Perez anfühlt

Lance Stroll befindet sich in einer privilegierten Situation, könnte man meinen: Sein Vater Lawrence Stroll ist Besitzer des Rennstalls, für den er fährt. Dass er in Sachen Material benachteiligt wird, darf ausgeschlossen werden. Dennoch wehrt sich der 20-jährige Racing-Point-Pilot gegen den Eindruck, er würde sich ins gemachte Bett legen. "Es handelt sich um einen Familienbetrieb, aber ich muss mir jetzt die Hände schmutzig machen", sagt der Kanadier gegenüber 'Reuters'. "Ich werde die Beine nicht hochlagern, sondern werde rackern."

Dafür sollte auch sein Teamkollege Sergio Perez sorgen: Der 29-jährige Mexikaner hat vor Stroll bereits Nico Hülkenberg und Esteban Ocon das Leben schwer gemacht und ist mit acht Podestplätzen eine etablierte Größe in der Formel 1. Dazu kommt, dass Perez seit Jahren im Team fest verankert ist und im Umgang mit seinen Teamkollegen keineswegs zimperlich ist, wie Ocon und auch Jenson Button bei McLaren zu spüren bekamen.

Als Perez bei der Vorstellung des neuen Teams in Kanada auf sein Verhältnis zum Sohn des Teambesitzers angesprochen wird, sagt er: "Ein gutes Verhältnis zu meinem Teamkollege ist mir wichtig, damit die Atmosphäre im Team passt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Lance. Ich bin schon gespannt auf seine Stärken - und seine Schwächen."

Perez selbst will sich mit Racing Point den Traum vom ersten Sieg in der Formel 1 verwirklichen - und ist dabei auf das Wohlwollen der Familie Stroll angewiesen, die Millionen in das jahrelang mit einem Schmalspurbudget arbeitende Force-India-Team steckt.

Lance Stroll selbst sieht Racing Point als "großartige Gelegenheit für meinen Vater und die ganze Stroll-Familie. Wir stecken unser ganzes Herzblut in Racing Point." Mit dem Ziel, dass der Youngster eines Tages ganz vorne mitfährt. "Er war ab dem ersten Tag an meiner Seite - und mit ihm zu arbeiten ist eine großartige Gelegenheit", sieht Lance Stroll die Tatsache, dass sein Vater nun auch sein Chef ist, positiv.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Sven Haidinger