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Lance Stroll muss nach Crash auf Update-Teile verzichten

Lance Stroll hatte im ersten Freien Training beim Großen Preis von Spanien 2019 einen Unfall mit Auswirkungen: Neuer Unterboden dahin

Lance Stroll muss nach Crash auf Update-Teile verzichten

Für Lance Stroll endete das erste Freie Training beim Großen Preis von Spanien 2019 in Barcelona im Reifenstapel. Der Racing-Point-Pilot geriet vor der Campsa-Kurve mit zwei Rädern ins Gras und flog in der ultraschnellen Rechtskurve ab. Der Unfall war weit weniger schlimm als jener von Heikki Kovalainen an selber Stelle im Jahre 2008, aber ärgerlich.

Denn Stroll vernichtete bei seinem Unfall die Updates an seinem RP19, unter anderem einen neuen Unterboden. Für das zweite Training musste sein Team daher zurückrüsten. Unfreiwillig kam Racing Point so zu einem Vergleichstest als gegen neu. Glück im Unglück: Stroll verunfallte kurz vor Ende der Sitzung, es ging also kaum Zeit verloren.

"Ich bin mit den Rädern ins Gras gekommen, das hat mich erwischt", kommentiert der Kanadier seinen Crash. "Es hat uns nicht zurückgeworfen. Starke Arbeit von den Jungs, das Auto wieder zusammenzubauen, wir haben nur ein klein wenig zu Beginn des zweiten Freien Trainings verpasst, aber unser Programm komplett abgespult."

Updates funktionieren bei Stroll...

Stroll zieht sogar ein positives Fazit nach dem Tag: "Davon mal abgesehen, bin ich sehr zufrieden mit dem Auto. Ich denke, wir haben gute Fortschritte gemacht. Es fühlt sich in jedem Fall besser an als bei den Rennen zuvor. Darauf werden wir für morgen aufbauen." Noch ist nicht klar, welche Teile Racing Point über Nacht einfliegen kann.

Auch Technikchef Andy Green spielt den Vorfall gegenüber 'Motorsport-Total.com' herunter: "Wir haben viel von unserem Aeroprogramm am Vormittag bereits abgespult. Wir haben alle Daten. Und wir konnten mit Lance einen Back-to-Back-Test fahren, deshalb werden wir das als Thema für unser Debriefing nehmen. Das hatten wir nicht geplant. Eher ein versehentlicher Vergleichstest."

...aber nicht bei Perez

Weit weniger enthusiastisch als Stroll äußert sich dessen Teamkollege Sergio Perez über die neuen Teile. Zwar brachte er die neuen Teile unbeschadet über den Tag, dafür aber nicht sonderlich schnell. Mit den Plätzen 17 und 18 war der Mexikaner zweimal deutlich langsamer als Teamkollege Stroll.

"Das gibt viel zu analysieren", sagt er leicht genervt. "Das ist nicht, wo wir sein wollen. Wir sind nicht gerade zufrieden. Momentan sieht alles schlecht aus, wie vergangenes Jahr am Freitag auch. Ich hoffe, wir können ein bisschen Pace finden und weiter nach vorn kommen."

Noch sei es aber zu früh, die Updates zu verteufeln. "Wir werden später mehr wissen, aber momentan sind wir ganz klar nicht da, wo wir hinwollen. Ich denke, morgen werden wir eine bessere Idee davon haben, wo wir stehen."

Green spielt auch hier die Probleme herunter und verweist auf das Set-up als Grund: "Es ist wichtig, hier eine gute Balance zu haben. Und er hat sie momentan noch nicht. Lance war mit der Balance von Beginn an deutlich glücklicher. Es geht also lediglich darum, das Auto so hinzubekommen, dass es besser auf seinen Fahrstil passt."

"Es geht nur um die generelle Balance. Er sieht das Problem nicht darin, wie er das Auto fährt. Es geht mehr darum, dass das Auto nicht da ist, wo er es braucht. Er wird das schon hinbekommen."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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Rennserie Formel 1
Autor Heiko Stritzke