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Lange Leine statt Dennis-Roboter: McLaren will Fahrern Freiheiten geben

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Lange Leine statt Dennis-Roboter: McLaren will Fahrern Freiheiten geben
Autor:
Co-Autor: Charles Bradley
14.01.2019, 10:33

Vorbei sind die strengen Zeiten unter Ron Dennis: Geschäftsführer Zak Brown erklärt, warum man den Fahrern bei McLaren jetzt viele Freiheiten lässt

Zu Zeiten von Ron Dennis galt McLaren als der Inbegriff der Sterilität. Fahrer wurden an der kurzen Leine gehalten und mussten sich den strengen Vorschriften des Teambosses unterwerfen - man konnte sie fast schon als Roboter bezeichnen. Sonderstellungen wie zuletzt bei Fernando Alonso hätte es unter Dennis nicht gegeben - bei seinem ersten Auftritt 2007 hatte sich der zuvor so legere Spanier sogar die Haare kurz geschoren.

Doch seit Dennis die Macht im Team abgegeben hat, ist etwas Lockerheit bei McLaren eingekehrt. Geschäftsführer Zak Brown räumt seinen Fahrern deutlichen Spielraum ein. Carlos Sainz und Lando Norris, die 2019 für den Rennstall fahren werden, sind etwa stark in den sozialen Netzwerken wie Twitter aktiv und sollen das auch bleiben. "Man muss Fahrer Fahrer sein lassen", sagt er im Interview mit 'Motorsport.com'.

"Es gibt Zeiten, in denen man sie einfangen muss, aber sonst kann man die Leine auch etwas länger lassen", so der US-Amerikaner. Die Lockerheit habe man etwa im Umgang mit Fernando Alonso gezeigt, der mit harten Sprüchen auch mal über die Stränge geschlagen ist und sogar Formel-1-Rennen auslassen durfte, um etwa das Indy-500-Rennen zu fahren. Es ist eben einiges anders bei McLaren.

Bei diesem Umgang beruft sich Brown auf Formel-1-Sportchef Ross Brawn, der die Lockerheit bezüglich seiner Piloten ebenfalls erst lernen musste. Laut eigenen Aussagen habe ihn Lewis Hamilton widerlegt, dass es keine Stereotypen gibt, wie ein guter Formel-1-Fahrer sein muss. "Und das können wir unterschreiben", betont Brown.

Hamilton sei dafür das beste Beispiel. Es gibt wohl kaum einen anderen Formel-1-Piloten, der in seiner Freizeit mit mehr Ablenkung vom eigentlichen Job von sich reden macht. Der Brite pflegt zahlreiche andere Aktivitäten und wird dafür häufig kritisiert, "doch die haben ihn eindeutig nicht davon abgehalten, extrem gut zu fahren", sagt Brown. Fünf Weltmeistertitel sprechen eine eigene Sprache.

Laut dem McLaren-Mann sei es lediglich wichtig, dass ein Fahrer gedanklich im richtigen Fenster ist. "Er muss sich zuversichtlich, er muss sich gut fühlen", sagt er. Und wie man das erreicht, ist nicht auf einem einzigen Weg festgelegt. "Es gab früher gewisse Regeln, aber wir sind nicht die einzigen, die es heutzutage ein wenig anders machen."

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