Laurent Mekies: Fahrerpaarung ist eine von Ferraris großen Stärken

Carlos Sainz und Charles Lerclerc: Laut Renndirektor Laurent Mekies ist die Fahrerpaarung eine der größten Pluspunkte bei Ferrari

Laurent Mekies: Fahrerpaarung ist eine von Ferraris großen Stärken

Ferrari hat den Anschluss an Mercedes und Red Bull in der Formel 1 verloren und kämpft im Mittelfeld mit McLaren sowie Alpine um den Titel des Besten des Rests. In der Saison 2021 haben die Italiener es in der Konstrukteurswertung vor McLaren auf Platz drei geschafft. Laut Ferrari-Renndirektor Laurent Mekies hat die Fahrerpaarung, bestehend aus Carlos Sainz und Charles Leclerc, einen großen Anteil am Erfolg des Teams.

Über Sainz sagt er: "Er hat sich schnell akklimatisiert und wir erwarten von ihm noch mehr. Der Start war exzellent, aber in der Formel 1 braucht man mittlerweile zwei oder drei Jahre und man muss sich das Bild immer vom Saisonstart bis -ende anschauen." Ein Fahrer brauche Geduld, um sich an das Auto zu gewöhnen und das richtige Feedback zu geben, stellt der französische Ingenieur klar.

Jedoch spielt nicht nur das Auto eine wichtige Rolle, sondern auch das Umfeld und die Stimmung im Team. Ferrari hat einen großen Vorteil, weil Leclerc und Sainz "großen Respekt" voreinander haben und sich blendend verstehen. Beide wollen laut Mekies zusammenarbeiten und es gibt im Team ein großes Vertrauen ins technische Verständnis der beiden Piloten. "Sie haben beide denselben Antrieb, den Rennstall wieder aufzubauen", stellt der Franzose klar.

Erste Saison trägt Früchte

Leclerc und Sainz haben im Jahr 2021 ihre erste Saison zusammen bei Ferrari verbracht. Während Leclerc seit 2019 für die Scuderia fährt, wechselte Sainz erst am Anfang des Jahres von McLaren zu Ferrari. In seinem Ex-Team hatte Sainz bereits eine enge Verbindung zu Lando Norris, doch auch bei Ferrari scheint sich der Spanier schnell mit seinem neuen Teamkollegen angefreundet zu haben.

Auf der Strecke hatte der erfahrene Sohn der Rallye-Legende Carlos Sainz sen. in den wichtigen Rennen die Nase vorne: Er landete in der Gesamtwertung auf Rang fünf, während Leclerc hinter Norris den siebten Platz belegte. Achtmal schlug Sainz den jungen Franzosen im direkten Duell, was gleichzeitig bedeutet, dass Leclerc ganze 14 Mal vor Sainz ins Ziel kam. Jedoch holte Sainz mit vier Podien die großen Big-Points.

Leclerc schaffte es einmal auf das Podium und Ferrari durfte so fünf Trophäen in seinen Schrank stellen. Wichtiger: Die soliden Ergebnisse stimmen den Rennstall positiv, ab der Saison 2022 wieder an der Spitze angreifen zu können. Es wird ein neues Fahrzeug eingeführt, das die Machtverhältnisse im Feld durchmischen könnte.

Verhalten der beiden tadellos

Charles Leclerc, Carlos Sainz

Sainz und Leclerc versprühen bei Ferrari positive Vibes

Foto: Motorsport Images

Gekoppelt mit der Motivation der beiden Rennfahrer blickt Ferrari optimistisch auf die kommende Saison. "Sie haben die Motivation und den Willen, mit uns zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu finden", verrät Mekies. "Sie nutzen eine verschiedene Sprache, weshalb wir die Informationen verbinden können. Sie sind nicht immer einer Meinung, was uns die Möglichkeit gibt, gefächert auf die Probleme zu schauen."

Mit dem Feedback, der Leistung und dem Arbeitsverhalten von Leclerc und Sainz ist der Ferrari-Renndirektor sehr zufrieden: "Sie ergänzen sich sehr gut und das macht es im Moment für uns so gut." In ihrer Freizeit verbringen die beiden viel Zeit miteinander, weshalb sie es laut Mekies immer wieder schaffen, das gesamte Team mit ihrer positiven Art mitzureißen. Manchmal geht es aber auch ruhiger zu, wenn Leclerc und Sainz sich für eine Runde Schach zusammen finden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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