Lawrence Stroll nach schwachem Start: "Werden bis zum Ende kämpfen"

Aston-Martin Teambesitzer Lawrence Stroll betont, dass man die Saison 2021 nicht abschreiben werde - Die Performance von 2020 werde man aber nicht mehr erreichen

Lawrence Stroll nach schwachem Start: "Werden bis zum Ende kämpfen"

"Ein tolles Wochenende für beide Autos. Die Pace hat gestimmt, die Strategie auch", zeigt sich Teambesitzer Lawrence Stroll nach dem Großen Preis von Monaco zufrieden. Mit den Positionen fünf und acht schaffte es Aston Martin im Fürstentum zum ersten Mal in der Formel-1-Saison 2021, beide Autos in die Punkte zu bringen.

Stolz betont Stroll, dass man das in Monaco aus eigener Kraft geschafft habe. Doch der Kanadier macht auch kein Geheimnis daraus, dass er sich im ersten Jahr, in dem sein Rennstall unter dem Namen Aston Martin an den Start geht, eigentlich deutlich mehr als fünfte und achte Plätze erhofft hatte.

"Wir hatten einen schwierigen Start in die Saison. Durch die Regeländerungen waren wir im Hintertreffen", erinnert er im Gespräch mit der englischsprachigen Global-Edition von 'Motorsport.com' und erklärt: "Wir und Mercedes haben beide fast eine Sekunde pro Runde im Vergleich zu unseren Gegnern verloren."

Gemeint sind die Regeländerungen am Unterboden. Bei Aston Martin und Mercedes hat man in der Vergangenheit wiederholt betont, dass man durch die Philosophie, mit einem niedrigen Anstellwinkel zu fahren, deutlich mehr unter den neuen Regeln leide als Teams, die auf ein sogenannten "High-Rake-Konzept" setzen.

Klage gegen die FIA kein Thema mehr

Vor allem bei Aston Martin war man deswegen aufgebracht, drohte der FIA zwischenzeitlich sogar mit einer Klage, weil man vermutete, durch die neuen Regeln ganz bewusst eingebremst worden zu sein. "Es ist enttäuschend, wenn man so viel harte Arbeit reinsteckt", erklärt Stroll im Hinblick auf das Rebranding des Teams.

Es sei "extrem frustrierend", dass man dann so viel Performance verloren habe, obwohl die Entwicklung der Autos eigentlich "eingefroren" sei, erklärt Stroll. In der Realität habe sein Team, das im vergangenen Jahr vier Podestplätze und sogar einen Sieg holte, jedoch deutlich an Boden verloren - seiner Meinung nach unverschuldet.

Trotzdem stellt er auch klar: "Das haben wir hinter uns gelassen." Bereits Teamchef Otmar Szafnauer hatte jüngst erklärt, man werde nun auf rechtliche Schritte gegen die FIA verzichten. Ziel ist es laut Stroll jetzt, wieder so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Doch er ist sich bewusst, dass es dabei ein Limit gibt.

Performance wie 2020 unrealistisch

"Ich denke nicht, dass wir wieder die Performance aus dem vergangenen Jahr erreichen können", stellt er klar und erklärt: "Dann müssten wir den Fokus vom 2022er-Auto nehmen." Das ist allerdings keine Option. Trotzdem betont der 61-Jährige im Hinblick auf die Saison 2021: "Wir werden bis zum Ende kämpfen."

"Wir versuchen, uns wieder nach oben zu arbeiten. Wir geben nie auf und bringen Teile ans Auto, um wieder dahin zu kommen, wo wir sein sollten", so Stroll, der jedoch auch weiß, dass es in diesem Jahr wohl nicht mehr reichen wird, wieder an der Mittelfeldspitze mit Ferrari, McLaren und Co. um Podestplätze zu kämpfen.

Teamchef Szafnauer erklärte in diesem Zusammenhang zuletzt, dass man den dritten WM-Rang als Saisonziel bereits abgehakt habe. Mit gerade einmal 19 Zählern liegt man aktuell nicht nur deutlich hinter Red Bull und Mercedes. Auch McLaren (80 Punkte) und Ferrari (78) scheinen nach den ersten fünf Rennen bereits enteilt zu sein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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