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Leclerc: "Teamplayer zu sein, zahlt sich am Ende immer aus"

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Leclerc: "Teamplayer zu sein, zahlt sich am Ende immer aus"
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
19.09.2019, 15:33

Charles Leclerc und Sebastian Vettel haben den Monza-Zwist hinter sich gelassen und geben sich betont harmonisch - Leclerc möchte kein Egoist sein

Ferraris Qualifying-Zoff von Monza schlug hohe Wellen - zumindest medial. Sebastian Vettel und Charles Leclerc zeigen sich selbst nach den Vorkommnissen aus Italien hingegen gelassen und betonen, dass es keine Spannungen innerhalb des Teams gebe. Vor zwei Wochen hatte sich Vettel noch beschwert, weil er beim zweiten Versuch in Q3 keinen Windschatten von seinem Teamkollegen bekam.

Nach einem klärenden Gespräch zwischen beiden ist das Thema auch abgehakt: "Sowas habe ich nie nach außen gekehrt", sagt Vettel und meint, dass man jetzt ohnehin nichts mehr revidieren kann. Leclerc hatte sich so gerechtfertigt, dass es vor dem zweiten Run in Q3 Chaos gab, weil niemand der Erste im Zug sein wollte - dadurch verpassten es fast alle Piloten, rechtzeitig über die Linie zu kommen.

Doch einige sahen in Leclercs Verhalten schon ein abgebrühtes Spiel, um die Pole zu zementieren. Nicht wenige sprachen auch davon, dass der Monegasse nach zwei Siegen jetzt die Nummer 1 bei Ferrari sein würde - das verneint dieser aber: "So habe ich nie gefühlt", betont er und sieht es teamintern "sehr ausbalanciert".

"Es gab Situationen, in denen ich Sebastian geholfen habe, und andere, in denen Seb mir geholfen hat", so Leclerc. "Das ist auch der richtige Weg."

Egoismus möchte sich der Youngster nicht vorwerfen lassen. Und er hat auch nicht vor, in Zukunft zu einem Egoisten zu werden - auch wenn es durchaus die Meinung gibt, dass die ganz großen Formel-1-Champions nicht ohne Egoismus so weit gekommen wären. "Ein Teamplayer zu sein, zahlt sich am Ende immer aus", betont Leclerc.

"Das Team tut immer alles für uns, und wenn man dann einen Fahrer hat, der ein Egoist ist und nur auf sich selbst schaut, dann ist das nicht toll", sagt er weiter. "Es mag zwar Situationen geben, wo du mehr auf dich selbst schauen musst, aber irgendwie musst du einen Weg finden."

Das Verhältnis zu Sebastian Vettel habe sich nach Monza auf jeden Fall nicht verändert. "Es gab nach dem Samstag natürlich einige Zweifel darüber, was ich getan habe, aber dann habe ich es erklärt, und seitdem ist es okay", so Leclerc.

Ein anderes Thema, was ihn nach seinen beiden Siegen beschäftigt, sind Vergleiche mit Michael Schumacher, die für ihn jedoch zu früh kommen: "Es ist immer schön, so etwas zu hören, aber ich bin erst 21", winkt er ab. "Im Vergleich zu Michael habe ich noch überhaupt nichts erreicht. Ich versuche einfach, von meiner Seite aus die beste Karriere zu haben, aber mit solchen Leuten verglichen zu werden, scheint mir etwas weit hergeholt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer