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Lewis Hamilton: Ohne Niki Lauda wäre ich nur einmal Weltmeister

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Lewis Hamilton: Ohne Niki Lauda wäre ich nur einmal Weltmeister
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
29.05.2019, 05:54

Lewis Hamilton ist überzeugt davon, dass er Niki Lauda vier seiner fünf Titel verdankt - 'ORF Sport +' überträgt Aufbahrung ab 8:00 Uhr live im Fernsehen

Der Tod von Niki Lauda hat Lewis Hamilton schwer getroffen. Der Mercedes-Pilot hat nach dem Grand Prix von Monaco Erinnerungen an den Österreicher mit den Medienvertretern geteilt. Nur dank der Rennlegende sei er heute fünffacher Formel-1-Weltmeister, ist der Brite überzeugt.

"Dieser Tag war ziemlich ... Ich war noch nicht bereit dafür", sagt Hamilton über den Tod des Aufsichtsratsvorsitzenden des Mercedes-Teams. "Ich denke, Toto ist es ziemlich ähnlich gegangen, vielleicht Valtteri auch. Ich hatte mit Toto schon einige Gespräche diese Woche und ich habe auch mit Birgit (Laudas Ehefrau; Anm. d. Red.) gesprochen."

Hamilton verrät nach seinem 77. Karriereerfolg, dass er in den vergangenen acht Monaten viel Kontakt mit Lauda hatte: "Wir haben uns gegenseitig Videos geschickt. Das war wirklich schwierig, weil er an manchen Tagen wirklich gut ausgesehen hat. Er war zuversichtlich und hat gemeint, dass er zurückkommen werde."

Allerdings gab es auch die weniger guten Tage: "Plötzlich hatte er viel Gewicht verloren." Dennoch ist der 34-Jährige froh, Lauda noch so oft gesehen zu haben: "Als ich es dann erfahren habe, musste ich zurückdenken, als ich hier zu Haus in Monaco am Pool war und 2012 einen Anruf von Niki bekam."

Hamilton: "Niki war mein 'Partner in Crime'"

Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Hamilton war damals das sechste Jahr bei McLaren. Das Team rutschte allerdings mehr und mehr ins Mittelfeld ab. Der Brite war unzufrieden, Lauda hatte bei ihm einen Nerv getroffen.

"Er sagte, ich sollte zu Mercedes kommen, da müsse ich hin. Ich habe immer erzählt, welch wichtige Rolle Ross (Brawn, Ex-Mercedes-Teamchef; Anm. d. Red.) gespielt hat, dass ich ins Team kam, weil wir uns zusammengesetzt haben und er mir erklärt hat, wie das Team aussieht, was sie machen, welche Pläne sie haben."

Er habe an die Vision des Werksteams geglaubt. Aber: "Niki war derjenige, der mir das vermittelt hat." Der Österreicher hat dem damals 27-Jährigen in seiner prägnanten Art vermittelt, um was es den Silberpfeilen geht. Das machte die beiden zu Komplizen.

"In all den Jahren war er mein 'Partner in Crime'." Sei es bei Vertragsverhandlungen oder bei der Entwicklung des Autos, Lauda habe ihn immer unterstützt. "Er war Teil des Prozesses, der mein Leben verändert hat. Wäre dieser Anruf nie gekommen, dann wäre ich wohl jetzt nur einmal Weltmeister mit vielleicht 22 Siegen."

Mittlerweile kann der Brite allerdings auf fünf WM-Titel, 77 Siege, 85 Pole-Positions und 140 Podestplätze zurückblicken: "Ich verdanke ihm definitiv sehr viel. Daher war es so schwierig für mich." Im Gegensatz zu vielen anderen Piloten, meldete sich Hamilton erst sehr spät auf Social Media zu Wort.

"Jeder hat Bilder gepostet. Aber ich denke, dass ich nicht dem entsprechen muss, wie alle anderen damit umgehen. Ich habe mir Zeit genommen." Das habe er gebraucht, um den Tod seines Freundes verarbeiten zu können.

Hamilton und Lauda hatten "besondere Verbindung"

"Wir alle lieben und vermissen ihn. Und es ist immer schwierig sich vorzustellen, dass, wenn uns jemand verlässt, wir nie wieder die Gelegenheit haben werden, mit dieser Person zu sprechen. Aber ich habe tolle Erinnerungen an ihn, daher wird er in diesen Erinnerungen weiterleben."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt, welch außergewöhnliche Beziehung die beiden Rennfahrer verbunden hat: "Lewis und Niki hatten eine besondere Verbindung. Nicht nur, weil sie im gleichen Team waren. Sondern auch, weil beide Weltmeister sind."

Und auch, weil sich Lauda und Hamilton "so nahe" waren. Der Brite blieb deshalb auch der Pressekonferenz am Mittwoch fern. Die Antwort gab er auf der Rennstrecke. Seinen Sieg am Sonntag widmete er der verstorbenen Legende. Schon nach seiner Pole-Position am Samstag zeigte er sich besonders emotional.

"Heute so eine Runde hinzulegen, war vielleicht eine Kombination aus der Freude über seine Performance, denn Valtteri ist sehr stark gefahren. Und aus den Emotionen um Niki, die da alle ausgebrochen sind", analysierte Wolff.

Lauda wird heute in Wien verabschiedet. Ab 8:00 Uhr hat die Bevölkerung Gelegenheit, ihm im Stephansdom ein letztes Mal die Ehre zu erweisen. Ab 13:00 Uhr findet ein Requiem mit 300 Ehrengästen statt. Darunter Hamilton, Bundespräsident Alexander van der Bellen oder Hollywood-Legende Arnold Schwarzenegger. Anschließend wird Lauda im Familienkreis beigesetzt.

'ORF Sport +' überträgt den "stillen Abschied" von Lauda ab 8:00 Uhr live; allerdings ohne Kommentar.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer