Lewis Hamilton plädiert für die Einführung von Halo

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Lewis Hamilton plädiert für die Einführung von Halo
Adam Cooper
Autor: Adam Cooper
24.07.2016, 09:56

Lewis Hamilton, einer der härtesten Kritiker des Halo-Systems, findet, dass die Fahrer den Cockpitschutz akzeptieren sollten, wenn er von der FIA abgesegnet wird – auch wenn er ihm optisch immer noch nicht gefällt.

Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H, mit Halo 2
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit dem Halo-Cockpitschutz
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit dem Halo-Cockpitschutz
Pierre Gasly, Red Bull Racing RB12, Testfahrer, mit Halo
Pierre Gasly, Red Bull Racing RB12, Testfahrer, mit Halo
Pierre Gasly, Red Bull Racing RB12, Testfahrer, mit Halo
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H, mit dem Cockpitschutz Halo 2
Pierre Gasly, Red Bull Racing RB12, Testfahrer, mit Halo
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H, mit Halo 2
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit Halo-Cockpit-Cover
Red Bull, Halo-Designstudie
Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H mit dem Halo-Ccockpit-Cover
Das Halo-Ccockpit-Cover vom Ferrari SF16-H

Hamilton war lange einer der schärfsten Kritiker von Halo, die Präsentation der FIA am Freitagabend scheint die Meinung des Weltmeisters aber geändert zu haben.

Bei dieser Präsentation wurden nicht nur Unfälle gezeigt, deren Folgen mit Halo weniger tragisch gewesen wären, es wurde auch erklärt, dass das System die Überlebenschance um 17% erhöhen würde.

„Ich habe sehr, sehr genau hingeschaut. Ich nehme die Sicherheit sehr, sehr ernst“, sagte Hamilton.

„Wir können die Tatsache nicht ignorieren, dass Halo, auch wenn es nicht schön aussieht und in meinen Augen mit dem Geist des Rennsports nichts zu tun hat, die Chance um 17% erhöht hätte, dass ein Fahrer Unfälle überlebt hätte, die in der Vergangenheit passiert sind“, meinte der Mercedes-Pilot.

„Irgendwann werden wir den Cockpitschutz wohl schließen müssen, denn dann wären es 100%. Sie haben gesagt, dass Halo bei Unfällen wie dem von Felipe Massa 2009 nicht geholfen hätte und er trotzdem am Kopf getroffen worden wäre. Auch Justin Wilson hätte vermutlich nicht gerettet werden können, weil das Teil von oben geflogen kam. Ein geschlossener Cockpitschutz hätte das wahrscheinlich erreicht“, erklärte Hamilton.

„Bei Bianchi hätte es auch nichts geändert. Da hätte es nur sehr wenig gegeben, das etwas geändert hätte, denn das war ein schwerer Lastwagen.“

„Ich glaube, wir können das nicht ignorieren und wenn es einen Weg gibt, dass es etwas besser aussieht, dann ist das okay. Es dient der Sicherheit und das werden wir alle akzeptieren müssen. Wenn es Teil der Regel wird, dann ist das so, dann muss man es akzeptieren.“

Mit der Optik von Halo kann sich der Brite trotz allem nicht anfreunden.

„Es wird fürchterlich aussehen! Aber, wie gesagt, man kann die Tatsache nicht ignorieren, dass man bei einem schweren Unfall eine um 17% bessere Überlebenschance hat.“

 "Sie haben uns ein GP2-Auto gezeigt, das irgendwo in die Mauer geflogen ist und sagten, dass Halo ihn geschützt hätte. Glücklicherweise wurde er nicht verletzt, aber der Unfall hätte ihn köpfen können.“

„Ich denke, wir müssen das Thema vorantreiben. Ich bin damit noch nicht gefahren, also kann ich es nur vom optischen Eindruck her beurteilen und es sieht nicht aus, als würde es zu einem Formel-1-Auto gehören.“

Mit Informationen von Adam Cooper

 

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