Lewis Hamilton: Red Bull in Spielberg "wirklich schwer zu schlagen"

Wie Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton nach dem Formel-1-Freitagstraining zum Steiermark-Grand-Prix das Kräfteverhältnis einschätzt, wo sein Team nachlegen muss

Lewis Hamilton: Red Bull in Spielberg "wirklich schwer zu schlagen"

Lewis Hamilton hat einen Favoriten für den Steiermark-Grand-Prix 2021 in Spielberg (alle Session im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!), und das ist Red Bull. "Sie dürften wirklich schwer zu schlagen sein", meint der aktuelle Formel-1-Weltmeister nach dem Freitagstraining. Grund für diese Einschätzung dürfte unter anderem die Tagesbestzeit von Max Verstappen sein, der fast vier Zehntel vor Hamilton blieb. Oder ganz genau: 0,384 Sekunden.

Ob dieser Abstand realistisch wiedergebe, wo Red Bull und Mercedes am Red-Bull-Ring stehen, wird Hamilton gefragt. Antwort: "Ich weiß nicht, ob es vier Zehntel sind. Ich denke, sie liegen knapp vorne, vielleicht deutlicher. Wir wissen nicht, was sie leisten können, wenn sie den Motor mal aufdrehen. Warten wir ab, was morgen passiert."

Er habe aber keine allzu großen Hoffnungen für das Qualifying, denn Mercedes "fehlt vor allem etwas auf die eine schnelle Runde", so Hamilton. Sein Mercedes W12 habe in Spielberg eine große Schwachstelle: "Wir verlieren auf den Geraden doch ziemlich. Wir müssen also weiter hart arbeiten, damit wir das geradeziehen können."

Mercedes' Stärke ist die Renndistanz

Insgesamt habe sich sein Mercedes aber "über den Tag hinweg ordentlich angefühlt", meint Hamilton. "Eine meiner [aufgrund von Tracklimits] gestrichenen Runden war deutlich näher dran. Also ja, es ist eng. Und bei der Rennpace scheinen wir sehr stark aufgestellt zu sein."

Tatsächlich haben sich Hamilton und Mercedes über eine längere Distanz im Freien Training durchaus leichter getan als über eine fliegende Runde. Hamilton erzielte konstante Zeiten im Bereich 1:09 und war damit unter den schnellsten Fahrern bei den Longrun-Versuchen.

"Für den Nachmittag haben wir ein paar Veränderungen am Set-up vorgenommen und damit sah unsere Pace sowohl auf einer Runde als auch auf Longruns etwas besser aus", erklärt der Leitende Renningenieur Andrew Shovlin. "Das war ermutigend, obwohl das auch an einer Mischung daraus gelegen haben könnte, dass uns die Bedingungen mehr entgegenkamen und wir gleichzeitig das Auto verbessert haben."

Die bessere Pace sei auch zwingend notwendig, wenn Mercedes Red Bull die Stirn bieten wolle, sagt Hamilton. Denn: "Red Bull ist gerade wirklich stark. Da müssen wir gegenhalten."

Hamilton: Hausaufgaben sind gemacht!

Positiv habe er zu vermerken, dass bisher keine technischen Probleme an seinem Fahrzeug aufgetreten seien. Außerdem lasse sich die Abstimmungsfindung bisher gut an. "Ich bin zufriedener, wo wir mit dem Auto sind", erklärt der Weltmeister.

"Ich habe die ganze Woche über mit Nachdruck daran gearbeitet, ein Verständnis aufzubauen, wo ich das Auto haben will. Hoffentlich macht sich diese harte Arbeit bald bezahlt. Ich werde alles versuchen, damit es in die richtige Richtung geht."

Hamiltons Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas beschloss den Formel-1-Freitag auf P13 der inoffiziellen Tageswertung, mit einem Rückstand von 0,839 Sekunden auf Verstappen und mit einem kuriosen Dreher in der Boxengasse.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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