Lewis Hamilton zum Aufschub von Halo: „Ich hoffe, dass niemand verletzt wird“

Lewis Hamilton versteht nicht, dass Halo nicht schon 2017 eingeführt wird und hofft, dass man sich später deswegen keine Vorwürfe wird machen müssen.

„Ich weiß nicht, wieso es nicht nächstes Jahr kommt“, sagte der Weltmeister gegenüber Motorsport.com. Seit der Präsentation der FIA am vergangenen Wochenende ist Hamilton ein glühender Verfechter des Cockpitschutzes.

Seit Donnerstag steht aber fest, dass Halo nicht schon 2017 eingeführt wird, sondern frühestens 2018, um noch mehr Zeit für ausführliche Tests zu haben. Das beschloss die Strategiegruppe bei ihrem Treffen vergangene Woche in Genf.

Die genauen Gründe für den Aufschub hat Bernie Ecclestone den Fahrern am Freitagabend nach der Fahrerbesprechung angeblich persönlich erklärt. Lewis Hamilton, ursprünglich einer der schärfsten Kritiker von Halo, versteht die Entscheidung trotzdem nicht und machte das auch deutlich.

„Ich habe im Grunde gefragt, was passieren würde, wenn wir in den nächsten eineinhalb Jahren das Pech haben sollten, einen zu Unfall haben und wüssten, dass es eine Lösung gegeben hätte. Dann würden wir uns Vorwürfe machen. Nun ja, wir nicht, die würden sich Vorwürfe machen.“

„Sie haben eine Lösung, die helfen könnte. Die FIA hat in den letzten 20 Jahren oder so einen fantastischen Job gemacht und immer gute Schritte bei der Sicherheit und auch, wenn es nicht gut aussieht, wissen wir das.“

Halo ist zwar hauptsächlich dazu da, den Kopf des Fahrers vor großen Objekten, wie einem durch die Luft fliegendem Rad zu schützen, laut Renndirektor Charlie Whiting würde es jedoch auch in 17% der Fälle bei kleineren Trümmerteilen helfen.

„Und diese 17% dürfen wir nicht außer Acht lassen“, betonte Hamilton. „Im Laufe der Zeit werden sie es weiterentwickeln und hoffentlich werden es bis Ende 2017 schon 30 oder 40 Prozent sein“, sagte er. „Ich hoffe nur, dass in der Zwischenzeit, in der wir wissen, dass wir es haben und die Teams es sich zwischen jetzt und nächster Saison leisten könnten, es auf ihre Autos zu bauen, niemand verletzt wird, inklusive ich selbst.“

Mit Informationen von Jonathan Noble und Jamie Klein

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