Lotus im Design von John Player Special

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Lotus im Design von John Player Special
Autor:
Co-Autor: Alex Kalinauckas
07.02.2019, 11:13

Es ist eines der berühmtesten Designs der Formel-1-Geschichte: Der schwarz-goldene Lotus - Haas lässt den Look mit seinem VF-19 wieder auferstehen

Der neue Haas VF-19 der Formel-1-Saison 2019 wird eine schwarz-goldene Lackierung aufweisen, die den geneigten Fan an das berühmte Lotus-Design erinnert, das erstmals Anfang der 1970er-Jahre auf den Boliden von Colin Chapman auftauchte. Laut Rich Energy, dem neuen Hauptsponsor von Haas, ist die Lackierung absichtlich so gewählt, um an das Design von John Player Special zu erinnern.

Für William Storey, Geschäftsführer des Energydrink-Herstellers, spiegelt das neue Design seine Leidenschaft für die Formel 1 wieder: "Wir wollen mit Red Bull konkurrieren, das ist klar", spielt er gegenüber 'Motorsport.com' auf den Getränkemarkt an. "Wir denken, dass dies das beste Umfeld dafür ist."

"Dass ich ein großer Motorsport- und Formel-1-Fan bin, ist ein Bonus. Das wird großartig werden", meint er weiter. "Ich habe den JPS-Lotus geliebt. Für mich ist das die beste Lackierung aller Zeiten. Du musst nicht Hercule Poirot sein, um zu merken, dass wir das zurückbringen. Das ist echt aufregend."

Gefragt, was Rich Energy und Haas zusammengebracht hat, antwortet Storey: "Wir haben uns verschiedene Deals und Team angesehen. In Sachen Management, Ethos, Geschäftsmodell, Effizienz und Professionalität fokussieren sie sich auf die wichtigen Dinge - sie waren fantastisch", lobt er Haas. "Die großen Teams werden hingegen von Nebensächlichkeiten abgelenkt."

"Wir haben einfach gespürt, dass wir mit ihnen mehr gemeinsam haben, als mit allen anderen Teams. Wir denken, dass sie als Team perfekt aufgestellt sind, um die Regeln auszuloten und mehr und mehr konkurrenzfähig zu werden", so Storey. "Hoffentlich können wir ihnen auf unsere Weise dabei helfen."

Fotostrecke
Liste

1972

1972
1/12

Foto: : Ercole Colombo

1972 tritt Lotus erstmals in dem berühmten Design an. Vier Jahre zuvor war erstmals Werbung auf Rennwagen erlaubt worden. Lotus hatte zunächst die Zigarettenmarke "Gold Leaf" beworben, stieg dann aber auf JPS um und wird mit Emerson Fittipaldi prompt Weltmeister.

1973

1973
2/12

Foto: : LAT Images

Das Design bleibt auch in den folgenden Jahren das Markenzeichen von Lotus und steht für Erfolg. 1973 wird das Team erneut Konstrukteurs-Weltmeister, auch wenn der Fahrertitel an Jackie Stewart geht.

1974

1974
3/12

Foto: : Sutton Images

1974 beginnt jedoch ein kleiner Abwärtstrend. Zwar gewinnt Ronnie Peterson drei Rennen, doch es sollten für einige Zeit die letzten Siege bleiben.

1976

1976
4/12

Foto: : LAT Images

Erst beim Saisonfinale 1976 feiert Mario Andretti in Fuji das Comeback auf der Spitze des Siegertreppchens. Im Folgejahr gibt es immerhin fünf Siege zu feiern.

1978

1978
5/12

Foto: : Rainer W. Schlegelmilch

1978 ist das vorerst letzte Jahr der JPS-Lackierung - und es ist ein denkwürdiges. Mario Andretti feiert seinen einzigen WM-Titel, es ist jedoch ein trauriger: Seine Krönung steht fest, als Teamkollege Ronnie Peterson einen Tag nach dem Monza-GP an den Folgen eines schweren Startunfalls stirbt.

1981

1981
6/12

Foto: : LAT Images

Erst 1981 feiert die schwarz-goldene Lackierung ihr Comeback in der Formel 1. Nigel Mansell und Elio de Angelis fahren in den ersten drei Jahren jedoch zumeist hinterher. 1982 fällt jedoch ein Überraschungssieg in Österreich ab.

1985

1985
7/12

Foto: : XPB Images

Mit Ayrton Senna kommt jedoch 1985 wieder der große Aufschwung. Der als Supertalent geltende Brasilianer holt sich in Estoril gleich bei seinem zweiten Rennen für das Team den ersten Sieg und führt den schwarzen Boliden wieder zum Erfolg. De Angelis gewinnt das folgende Rennen in San Marino.

1986

1986
8/12

Foto: : Rainer W. Schlegelmilch

Senna gewinnt auch 1986 zwei Rennen. Es ist das vorerst letzte Jahr, in dem Lotus auf das berühmte Zigaretten-Branding setzt. Erst 25 Jahre später wird das Design ein Revival feiern.

2011

2011
9/12

Foto: : XPB Images

Lotus oder Lotus - wer ist das echte Team? Diese Frage stellt sich 2011, als der Name gleich zweimal im Feld auftaucht. Zwar haben weder das Enstone-Team noch der malaysische Neuling von Tony Fernandes viel mit dem Team von Colin Chapman gemein, doch der Renault-Nachfolger zeigt zumindest optisch die größere Ähnlichkeit.

2012

2012
10/12

Foto: : Sutton Images

Das Team sorgt noch einmal fünf Jahre lang für ein Wiederaufleben des prestigeträchtigen Designs und holt damit sogar Siege. 2012 ist es Kimi Räikkönen, der in Abu Dhabi jubeln darf.

2013

2013
11/12

Foto: : Sutton Images

Der Finne gewinnt auch den Saisonauftakt 2013 in Australien und fährt sieben weitere Male auf das Podest. Auch Teamkollege Romain Grosjean glänzt mit sechs Champagnerzeremonien.

Die Gegenwart

Die Gegenwart
12/12

Foto: : XPB Images

Mit dem Abgang von Kimi Räikkönen geht aber auch der Erfolg. Pastor Maldonados Öl-Millionen können auch nicht helfen, und das Team erlebt einen echten Absturz. Schlagzeilen macht man nur mit chronisch finanziellen Problemen, bevor Renault wieder das Ruder übernimmt und das schwarz-goldene Design erst einmal verschwindet. Bis 2019 ...

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Autor Norman Fischer