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Magnussen nach Quali-Abflug punktelos: "Schon ein bisschen peinlich"

Kevin Magnussen erklärt, warum er im Qualifying in Suzuka für den zweiten Abbruch sorgte - Starker Start im Rennen, am Ende trotzdem keine Punkte

Magnussen nach Quali-Abflug punktelos: "Schon ein bisschen peinlich"

Nach den zwei Punkten aus Sotschi fiel das Haas-Team beim Großen Preis von Japan 2019 wieder in den alten Null-Punkte-Trott zurück, den das Team seit der Sommerpause erlebt. Mitschuld daran trägt ein Unfall von Kevin Magnussen im Qualifying, der für die zweite Rote Flagge der Session sorgte.

Der Däne flog in der letzten Kurve des Suzuka International Racing Course nur wenige Minuten nach Robert Kubica ab. Anders als der Williams-Pilot geriet er nicht neben die Fahrbahn, sondern drehte sich vor dem Einschlag um die eigene Achse. Sofort wurde der Wind als möglicher Übeltäter ausgemacht. Magnussen bestätigt dies, nimmt aber auch eine Teilschuld auf sich.

"Ich habe voll aufs Gas getreten und plötzlich bekam ich durchdrehende Räder und habe mich weggedreht. Das war ziemlich unglücklich und schon ein bisschen peinlich", rekapituliert der Däne sein Missgeschick. "Es war die erste Runde und ich habe mit so einer Windböe direkt aufs Heck nicht gerechnet. Das hat allen gezeigt, wie man es nicht macht. Shit happens."

Die Reparatur für das nur vier Stunden später startende Rennen erforderte unter anderem ein neues Getriebe. Die Startplatzstrafe blieb jedoch wirkungslos, weil Robert Kubica ein komplett neues Chassis brauchte und aus der Boxengasse startete.

 

Strategie mit hartem Reifen geht nach hinten los

Im Rennen legte Kevin Magnussen einen bärenstarken Start hin und verbesserte sich von Startplatz 19 gleich auf Position zwölf. "Da war ich sehr zufrieden mit. Aber von da an ging es nur noch zurück." Haas entschied sich für einen Stopp in Runde 18 und schickte Magnussen auf dem harten Reifen wieder raus.

Wie bei den Sauber-Piloten und Robert Kubica erfüllte sich die Hoffnung, mit der C1-Mischung durchzufahren, jedoch nicht. Magnussen musste in Runde 47 ein zweites Mal stoppen, war zu diesem Zeitpunkt auf dem langsamen Reifen aber bereits auf Position 17 zurückgefallen.

Hat also das alte Reifenproblem wieder zugeschlagen? "Nicht wirklich, es ist sich einfach nur strategisch bei uns nicht ausgegangen", entgegnet der 27-Jährige. "Es ist nicht so, dass wir hinsichtlich der Reifen oder der Pace mies gewesen wären wie in einigen der vergangenen Rennen. Das war anders."

"Hätten wir alles perfekt hinbekommen und wäre ich von dort gestartet, wo ich hingehöre, wären wir in einer viel besseren Position gewesen. Dann hätten wir Punkte holen können. So ist es natürlich frustrierend."

Das einzig Positive konnte er dem komprimierten Wochenend-Format abgewinnen. Er hält es für ein mögliches Modell für die Zukunft der Formel 1: "Ja, absolut. Es war ein wirklich spaßiger Tag. Sehr interessant und sehr intensiv. Mir würde es gefallen, wenn wir auf diese Weise in Zukunft weitermachen würden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Event Suzuka
Subevent Rennen
Autor Heiko Stritzke