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Marko und Tost einig: Bester Verstappen aller Zeiten!

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Marko und Tost einig: Bester Verstappen aller Zeiten!
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10.05.2019, 08:29

"Ein Grund, warum Ricciardo weggegangen ist, war sicher Max", glaubt Franz Tost - Helmut Marko unterstreicht: Schnellster, aber noch nicht bester Fahrer im Feld

Max Verstappen fährt seit Monaten in einer bestechenden Form. Seit der teaminternen Kollision mit Daniel Ricciardo vor einem Jahr in Baku hat er keinen selbstverschuldeten Ausfall mehr verzeichnet, und zuletzt fuhr er 13 Mal hintereinander immer in die Punkte - schlechtestenfalls auf dem fünften Platz.

Der 21-Jährige sei jetzt, in seiner fünften Formel-1-Saison, "fertig ausgebildet", erklärt Franz Tost in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Tost hat 2014 (Freitagstests), 2015 und Anfang 2016 mit Verstappen gearbeitet und kennt dessen Stärken und Schwächen daher gut.

"In der Formel 1 lernt man immer weiter", schränkt er ein, "aber Max hat in der Zwischenzeit ein Niveau erreicht, auf dem er, wenn er das Auto dafür hat, sofort Rennen gewinnen und um die Meisterschaft mitfahren kann."

Selbst für Helmut Marko, den wir ebenfalls exklusiv zu diesem Thema befragt haben, ist Verstappen im Moment "der schnellste" Fahrer im kompletten Formel-1-Feld. Der beste Allrounder sei er (noch) nicht. Aber auch da, so der immer kritische Österreicher, befinde sich Verstappen auf einem guten Weg.

Zum Beispiel habe er inzwischen "bewiesen, dass er auf Punkte fährt, wenn er nicht gewinnen kann. Diese Entwicklung ist drastisch da." In hektischen Situationen habe Verstappen gelernt, ruhig zu bleiben und die Übersicht zu bewahren. Sodass ihm unnötige Unfälle wie jener im Freien Training in Monaco 2018 heute nicht mehr passieren würden, glaubt Marko.

Verstappen: Nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand

Tost ergänzt: "Max war auch einmal bei uns und hat auch seinen Lernprozess durchgemacht. Auch bei Red Bull noch. Er hat eingesehen, dass er nicht immer mit dem Kopf durch die Wand muss. Und jetzt hat er ein Level erreicht, wo er um Siege und die Weltmeisterschaft mitfährt, wenn alles passt."

"Er hat auch super Überholmanöver gezeigt, wo man nicht den Eindruck hatte, dass das auf Messers Schneide war. Sondern er hat jetzt wirklich diese Reife, die es einem Fahrer ermöglicht, um Weltmeisterschaften zu fahren."

Viele Beobachter haben den Eindruck, dass Verstappens Entwicklung während der Saison 2018 eine dramatische Wende genommen hat. Beim Grand Prix von Kanada war seine Entourage bestehend aus Vater Jos und Manager Raymond Vermeulen nicht dabei. Und prompt wirkte der Youngster fokussierter als je zuvor.

"In Kanada Dritter, in Le Castellet Zweiter und in Österreicher Erster, das war eine sehr gute Entwicklung", freut sich Marko. Das Abnabeln vom eigenen Umfeld sollte man aber "nicht überbewerten. Jos ist nicht bei jedem Rennen."

Außerdem: "Jos hat wieder geheiratet und hat ein weiteres Kind bekommen. Auch der nabelt sich ab. Und er versteht, dass Max ihn nicht mehr braucht in dem Ausmaß, wie es vorher nötig war. Das ist eine Gesamtentwicklung."

"Max ist als 15-Jähriger zum ersten Mal bei mir in Graz gesessen", erinnert sich Marko. "Das ist ein kontinuierliches auf ihn Eingehen. Es gab da auch noch andere Sachen. Der Renningenieur war ziemlich strikt mit ihm. Aber es ist nicht so, dass er unmittelbar eine Leistung abgeliefert hat, weil Jos nicht da war."

Abnabelung von Vater Jos schreitet voran

"Das ist eine Gesamtentwicklung. Dass das genau in Kanada losgegangen ist, war wirklich Zufall. Wir reden immer noch von einem 21-Jährigen", unterstreicht Marko und lacht: "Wenn ich mich dran erinnere, wie ich mit 21 Jahren war ..."

"Diese unglaubliche Reife und Bestimmtheit ist immer noch eine Ausnahme. Aber der Junge war sicher zehn Jahre lang Tag und Nacht mit seinem Vater zusammen. Die sind mit dem einem Kart und einem Transporter durch die Welt geschaukelt."

"Dass da natürlich irgendwann eine Abnabelung stattfinden muss, war klar. In dieser Situation haben wir schon geschaut, dass er mehr auf sich gestellt ist und keinen zusätzlichen Druck kriegt, keinen kontraproduktiven Druck", so der Red-Bull-Motorsportkonsulent gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Aktuell fährt Verstappen in der wahrscheinlich (bisher) besten Form seines Lebens. Nicht nur, dass im Laufe der Saison 2018 die Konstanz immer besser wurde. Auch in Sachen Speed machte Teamkollege Ricciardo zuletzt keinen Stich mehr gegen den begnadeten Niederländer.

Franz Tost ist überzeugt: "Max ist momentan einer der schnellsten Piloten. Das steht außer Frage. Ich denke, ein Grund, warum Ricciardo weggegangen ist, war sicher Max. Weil er sich gedacht hat: 'Den biege ich nicht mehr so leicht!'"

Ein Gedanke, der momentan auch Pierre Gasly kommen könnte. Der Franzose sagt: "Mir war immer klar, dass Max zu den Talentiertesten gehört. Ich muss sagen, dass er wirklich unheimlich gut darin ist, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Er fährt sehr gut und konstant und ist eine echte Messlatte für mich."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Christian Nimmervoll