Martin Brundle: Neue Fahrergeneration ist eine einzige Freude

Ex-Formel-1-Fahrer und TV-Kommentator Martin Brundle lobt die jungen Fahrer in der Königsklasse für ihren Umgang mit den Fans und ihre Leistungen auf der Strecke

Martin Brundle: Neue Fahrergeneration ist eine einzige Freude

Martin Brundle ist von den jungen Talenten in der Formel 1 begeistert. Der ehemalige Formel-1-Fahrer und heutige Sky-Kommentator kommt nicht mehr aus dem Schwärmen raus, wenn er über Charles Leclerc, Carlos Sainz, Lando Norris, George Russell und Alex Albon spricht. Er lobt nicht nur ihre Leistungen auf der Strecke, sondern auch ihren offenen Umgang mit den Fans, die sehr nah an ihre Idole herankommen.

Ein Pilot darf dabei nicht vergessen werden: Max Verstappen! Der Niederländer ist erst 24 Jahre alt und kämpft in der Saison 2021 gegen den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton um den Titel. Die beiden Titelkandidaten gehen punktgleich in das letzte Rennen der Saison in Abu Dhabi, weshalb ein echtes Herzschlagfinale erwartet wird. Kann sich der Youngster von Red Bull gegen den erfahrenen Haudegen von Mercedes durchsetzen?

Brundle ist von den Talenten und ihrem Verhalten abseits der Strecke begeistert: "Ich bin beim Grand Prix von Frankreich in die Hotelbar gegangen und Max hat seinen Platz gewechselt und einen anderen Platz genommen und gesagt: 'Hey, setz dich hin, was ist los?' Ich finde sie einfach unglaublich sympathisch, echte Menschen, und ich glaube, das kommt bei den Fans an."

Sainz mit Leclerc auf einem Niveau

Ein weiterer Publikumsliebling ist Sainz, der aktuell bei Ferrari zusammen mit Leclerc - einem weiteren Youngster in der Formel-1-Riege - auf Punktejagd geht. Brundle ist nicht überrascht, dass Sainz mit Leclerc mithalten kann: "Ich habe das erwartet, weil ich mich lange für ihn eingesetzt habe. Als er damals [bei Toro Rosso] der Teamkollege von Max war, hat es gut gepasst."

Sainz verließ im Jahr 2017 den Red-Bull-Kosmos und wechselte zu Renault, um nur zwei Jahre später für die Saison 2019 bei McLaren anzuheuern. Dort trat er zwei Jahre zusammen mit Norris für die Briten in der Formel 1 an, ehe ihn der Ruf von Ferrari nach Italien lockte. Insbesondere die vielen lustigen Videos und Situationen zusammen mit Norris haben Sainz zu einem der populärsten Fahrer in der Königsklasse gemacht.

Jetzt muss sich Sainz mit Leclerc messen. Brundle sagt: "Es ist eine tolle Fahrerbesetzung bei Ferrari für die Zukunft. Carlos hat den Siegeswillen seines Vaters geerbt und ich mag den Jungen sehr. Ich finde, dass er einen super Job macht. Was ich in der Formel 1 so liebe, sind Lando, George, Charles und auch Alex, der zurückkommen wird. Sie kennen sich mit sozialen Medien aus und gehen gut mit den klassischen Medien um."

Die Vorzüge der neuen Generation

Laut Brundle sind die Youngsters in der Formel 1 "freundlich und sehr respektvoll", weshalb sie immer Zeit zur Beantwortung einer Frage haben. "Charles kommt sofort rüber, wenn er dich im Fahrerlager sieht und zieht seine Sonnenbrille hoch. Er schaut dich an und schüttelt dir die Hand. In der Pandemie natürlich nicht mehr so häufig, aber das sind sympathische, offene Jungs, und das ist, weshalb die Fans sie so mögen."

"Sie sind offen und einfach das, was sie sind", so Brundle weiter. "Man erfährt wirklich, wer sie wirklich sind. Lando ist ein besonderes Genie in dieser Hinsicht. Es ist erfrischend, diese Jungs dabei zu haben." Brundle kann sich aber vorstellen, dass sich ihre Offenheit eines Tages etwas mindern wird: "Wenn sie ein paar mehr Rennen gewinnen, werden sie auch weniger erreichbar werden."

Martin Brundle war zwischen 1984 und 1996 bei 158 Formel-1-Rennen am Start. Neunmal stand er auf dem Podium, für Teams wie Benetton, Ligier und McLaren. Heute ist er Experte beim britischen Pay-TV-Sender Sky und berühmt für seinen "Gridwalk". Auf der Sky-Website veröffentlicht er nach jedem Grand Prix eine Kolumne mit seinen Einschätzungen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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