Masepin: Frontflügel kaputtgefahren, weil Strecke nicht gekannt

Wie Nikita Masepin die Nicht-Teilnahme an zwei von drei Formel-1-Trainings in Katar zum Verhängnis wurde und was im Qualifying alles schiefgelaufen ist

Masepin: Frontflügel kaputtgefahren, weil Strecke nicht gekannt

Es ist ein Wochenende voller Pleiten, Pech und Pannen für Nikita Masepin. Schon am Freitag hatte er aufgrund eines Schadens am Fahrzeug und des darauffolgenden Chassiswechsels eine Trainingseinheit verpasst. Eine Störung im Motorenumfeld ließ ihn auch beim dritten Freien Training nur Zuschauer sein. Und beim Formel-1-Qualifying zum Katar-Grand-Prix (das Rennen hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) ging wiederum nicht alles glatt.

"Gleich bei seinem ersten Versuch hat er sich in Kurve 4 den Frontflügel kaputtgefahren", sagt Haas-Teamchef Günther Steiner bei 'ServusTV'. Den Ausrutscher habe Masepin selbst direkt am Funk auf seine Unerfahrenheit auf dem Losail International Circuit geschoben. "Deshalb: Kann passieren", meint Steiner. "Ist nicht ideal, aber ist passiert an diesem Wochenende."

Was genau Masepin am Vormittag am Fahren gehindert hatte, weiß Steiner noch nicht zu berichten. Sein Fahrer hatte den VF-21 beim Verlassen der Box auf Anweisung des Teams sofort wieder abgestellt. Anschließend hatten sich die Mechaniker über das Fahrzeug hergemacht, weil es davor wohl nur auf vier Zylindern gelaufen war.

Masepin im Qualifying abgeschlagen Letzter

"Wir haben alles gewechselt: Kabelbaum, die ganzen Steuereinheiten, alles", sagt Steiner. "Und dann ist [der Motor] wieder auf sechs Zylindern gelaufen. Wir wissen noch nicht genau, was es war. Die Jungs haben den Motor nochmal rausmachen müssen, um alles zu ändern, haben einen super Job gemacht, aber es war halt schwierig."

Und es bleibt wohl auch schwierig für Masepin, der im Qualifying gut 2,4 Sekunden auf seinen Haas-Teamkollegen Mick Schumacher verlor und abgeschlagen P20 unter 20 Fahrern belegte.

"Es wird sicher nicht einfach für ihn [im Rennen]", meint Teamchef Steiner. "Nikita hat ja am Funk gesagt, er muss sich erst richtig an die Strecke gewöhnen. Er ist über zwei Sekunden langsamer als Mick und das ist ..." - Steiner vollendet den Satz nicht.

Er fügt aber hinzu: "Am Sonntag muss er halt das Beste daraus machen und probieren, auf der Strecke zu bleiben, dass er wenigstens da ein bisschen Erfahrung sammelt auf dieser Strecke." Denn zum Vergleich: Masepin kommt bisher auf 25 Runden und damit so viele, wie Alfa-Romeo-Fahrer Kimi Räikkönen alleine im ersten Training gefahren ist.

Schumacher: Zufrieden, weil Maximum erreicht

Schumacher hat ebenfalls mehr Erfahrung gesammelt als Masepin und blieb mit 1:23.407 Minuten im Qualifying nur 1,5 Sekunden hinter der Bestzeit zurück in Q1. Auf den ersten direkten Gegner, Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo, fehlten ihm 0,145 Sekunden.

Mick Schumacher im Haas VF-21 unter Flutlicht in Katar

Mick Schumacher: Beinahe wäre er im Qualifying an Alfa Romeo rangekommen

Foto: Motorsport Images

Doch Schumacher ist einverstanden mit dem Ergebnis: "Ich denke, wir haben unser Paket maximiert. Wir haben, was wir haben. Ich glaube aber wirklich, wir haben das Beste rausgeholt. Es ist uns sogar gelungen, unsere Erwartungen leicht zu übertreffen. Denn wir wussten, dass wir wohl nicht den Anschluss haben würden. Im Endeffekt waren wir doch näher dran. Deshalb können wir zufrieden sein."

Das Rennen am Sonntag werde "hart" für alle Beteiligten, meint der Deutsche. "Die Strecke ist anspruchsvoll. Man bleibt fast die ganze Runde voll auf dem Gas." Die große Frage sei dann, wie der Reifenverschleiß aussehe. Schumachers Ziel, so sagt er bei 'Sky', sei zunächst ein "guter Start", damit er dann in der Gruppe vor ihm "mitfahren" könne.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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