Masi über Grosjean-Crash: Energie hat beim Aufprall die Leitplanke zerstört

Laut Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat die hohe Energie beim Crash von Romain Grosjean in Bahrain den Schaden an der Leitplanke verursacht

Masi über Grosjean-Crash: Energie hat beim Aufprall die Leitplanke zerstört

Es war eine Schrecksekunde als der Haas-Bolide von Romain Grosjean in Bahrain in die Leitplanke krachte, in Flammen aufging und völlig zerstört wurde. Der Franzose war in der Lage, sich aus dem Wrack zu befreien. Er kam mit nur leichten Verletzungen davon, die ihn aber zu einer Pause in der Königsklasse zwingen. Laut Formel-1-Rennleiter Michael Masi war die Aufprallenergie der Grund für den Schaden an der Leitplanke.

Nach dem Kontakt mit Daniil Kwjat traf Grosjean die Streckenbegrenzung mit einer Geschwindigkeit von rund 220 Kilometern pro Stunde. Aufgrund des Winkels zerbrach das Auto in zwei Teile, während sich das Monocoque samt Grosjean in die Leitplanke bohrte. Nach dem Crash klaffte ein riesiges Loch in der Streckenbegrenzung, dennoch schaffte es der Haas-Pilot, sich aus dem Auto zu befreien.

Formel-1-Chef Ross Brawn war nach den Bildern geschockt: "Wir müssen das genau untersuchen und schauen, was wir daraus lernen können. Dass eine Leitplanke so zerteilt wird, ist sicher nicht das, was wir sehen wollen." Um das Rennen nach dem Horrorunfall fortzusetzen, wurden Betonblöcke aufgestellt, um die zerstörte Leitplanke zu ersetzen.

Masi sagt gegenüber 'Sky F1': "Ich war da draußen und habe mir es angesehen. Bei solch einer Menge an Energie kann man nicht viel machen. Dennoch wird sich die FIA [Automobil-Weltverband] das genau anschauen und eine Untersuchung des gesamten Unfalls einleiten, um zu schauen, was wir daraus lernen können."

Dabei möchte Masi Erkenntnisse in allen wichtigen Bereichen sammeln: Sicherheit des Autos, Sicherheit der Fahrerausrüstung und Streckensicherung. Bei solch einem Unfall sei es aber klar, dass "die Energie irgendwo hin muss", erklärt der Formel-1-Rennleiter. Die Sicherheitszelle des Autos habe ihren Job gemacht und auch Halo habe funktioniert, so Masi nach der ersten Begutachtung des Unfalls.

Die Reparatur der Streckenbegrenzung mit Hilfe der Betonblöcke ist laut Masi die "effizienteste" und "sicherste" Lösung gewesen, um das Formel-1-Rennen in Sachir fortzusetzen. Der Rennleiter lobt die Arbeit der Sportwarte in Bahrain, die "einen großartigen Job" gemacht hätten. Einen besonderen Dank richtet er dabei an Alan van der Merwe und Dr. Ian Roberts, die im Sicherheitsfahrzeug unterwegs waren und Grosjean aus dem brennenden Wrack halfen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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