F1-Kolumne von Felipe Massa: Noch nicht das Karriereende!

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F1-Kolumne von Felipe Massa: Noch nicht das Karriereende!
Felipe Massa
Autor: Felipe Massa
Übersetzung: Ruben Zimmermann
30.11.2017, 14:13

In seiner neuesten Kolumne für Motorsport.com schreibt Williams-Fahrer Felipe Massa über das letzte Rennen seiner Formel-1-Karriere in Abu Dhabi.

Felipe Massa, Williams FW40
Paddy Lowe, Chief Technical Officer, Williams Formula 1, Felipe Massa, Williams
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 and Felipe Massa, Williams celebra
Race winner Valtteri Bottas, Mercedes-Benz F1 W08 celebrates in parc ferme alongside Lewis Hamilton
Felipe Massa, Williams
Lewis Hamilton, Mercedes-Benz F1 W08 . Valtteri Bottas, Mercedes-Benz F1 W08 and Felipe Massa, Will
Felipe Massa, Williams FW40
Felipe Massa, Williams FW40
Nicolas Jean Todt, President, FIA. embraces Felipe Massa, Williams, ahead of the drivers final race
Jean Todt, President, FIA, Felipe Massa, Williams

Nach der Zielflagge beim Großen Preis von Abu Dhabi habe ich mich dazu entschieden, etwas Besonderes zu machen. Es entspricht nicht ganz den Regeln der FIA, aber ich bin mir sicher, dass man es mir nach 15 Jahren in der Formel 1 verzeihen wird.

Nach der Ehrenrunde fuhr ich mein Auto auf die Zielgerade und feierte mit den beiden Mercedes-Piloten mit einem spektakulären Burnout. Über die Grüße von Valtteri Bottas und Lewis Hamilton habe ich mich sehr gefreut, aber in erster Linie ging es mir um die Möglichkeit, mich bei allen zu bedanken, die mich auf dieser langen Reise begleitet haben.

Ich fühle mich sehr glücklich. Ich habe eine Karriere abgeschlossen, die ich mir als Kind immer erträumt hatte. Und wenn man so eine tolle Geschichte erlebt, dann muss man sich bei denen bedanken, die einen auf diesem Weg begleitet haben. Das fängt bei meiner Familie an, die mich immer bestmöglich unterstützt hat - ganz besonders in den schwierigsten Momenten.

Ich denke, die letzten Rennen haben gezeigt, wie sehr man mich als Formel-1-Fahrer geschätzt hat. Mit den Ergebnissen in Brasilien und Abu Dhabi bin ich sehr zufrieden. Ich glaube nicht, dass noch mehr drin gewesen wäre.

Es war wichtig, meine Karriere mit so einem positiven Erlebnis zu beenden. Bis zu den letzten Metern meiner Formel-1-Karriere habe ich gezeigt, dass ich ein Profi bin, der einen wertvollen Beitrag für das Team leisten kann.

In Yas Marina starteten wir mit einer guten Pace in das Wochenende. Wir gingen mit der Hoffnung ins Qualifying, es in Q3 zu schaffen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Dass wir dabei einige andere konkurrenzfähige Autos schlagen konnten, zeigt, welchen Fortschritt wir auf in der letzten Phase der Saison gemacht haben. Damit bin ich besonders zufrieden.

Vor dem Rennen dachte ich mir, dass der Start für uns wichtig werden würde, um es in die Punkte zu schaffen. Wir alle wissen, wie schwierig das Überholen in Abu Dhabi ist. Daher war ich froh, so schnell am McLaren von Fernando Alonso vorbeizukommen. Zwei Wochen nach unserem langen Duell in Interlagos kämpfte ich wieder mit meinem alten Teamkollegen.

Ich konnte die Situation bis zum Boxenstopp ohne Probleme kontrollieren. Nach seinem Reifenwechsel pushte ich hart, um den Undercut zu verhindern. Nach meinem Stopp kam ich unmittelbar vor ihm wieder zurück auf die Strecke.

Leider war genau in diesem Moment die Aufladung des Hybrids meiner Power-Unit nicht ideal und Fernando kam vorbei. Ich hätte nichts dagegen tun können, aber wenigstens haben wir unser Ziel erreicht und Punkte geholt, weil ich am Ende Zehnter wurde.

Nachdem ich am Sonntagabend viele Freunde in Yas Marina getroffen habe, werde ich erst einmal eine Pause einlegen. So viele Leute haben mich gefragt, was ich in Zukunft machen werde, aber es ist noch zu früh, um darauf eine präzise Antwort zu geben.

Ich habe mehrere Möglichkeiten, und ich werde mich in aller Ruhe entscheiden. Sicher ist nur, dass man mich im Motorsport wiedersehen wird. Als Kind habe ich von dieser Welt geträumt, und bis heute habe ich das Glück, ein Teil davon zu sein.

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