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Max Verstappen: Absolute Winter-Bestzeit war im Bereich des Möglichen

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Max Verstappen: Absolute Winter-Bestzeit war im Bereich des Möglichen
Autor:
Co-Autor: Luke Smith
28.02.2020, 20:09

Max Verstappen verzichtete bei der Zeitenjagd am Freitag auf den weichsten Reifen - Doch was er auf härteren Gummis fuhr, ist bemerkenswert

Hat Red Bull etwas zurückgehalten? Max Verstappen fuhr am Abschlusstag der Formel-1-Tests auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in 1:16.269 Minuten zwar "nur" die zweitbeste Zeit. Diese erreichte er allerdings auf einem gebrauchten C4-Reifen, also der zweitweichsten Mischung.

Noch beeindruckender war eine 1:16.384 auf dem C3-Reifen, also der mittleren Mischung. Die ist laut Pirelli-Berechnungen um eine Dreiviertelsekunde langsamer als die weichste Mischung C5.

Mit anderen Worten: Der Red Bull RB16 wäre an diesem Freitag in den Händen von Verstappen zu einer Zeit von 1:15.5 bis 1:15.6 fähig gewesen. Das wäre nicht nur deutlich schneller gewesen als die Tagesbestzeit von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (1:16.198 auf C5, allerdings mit gedrosseltem Motor), sondern auch als dessen absolute Testbestzeit von 1:15.732 Minuten aus der ersten Woche.

Red Bull hatte zur zweiten Woche zahlreiche Updates für den RB16 nach Barcelona gebracht. Mit diesen war Verstappen nicht nur schnell unterwegs, auch hörte seine Dreherorgie am Freitag auf. Bis dahin war er bei den Tests schon sechsmal übers Limit gegangen.

Gut genug für Mercedes? Abwarten

"So macht es doch gleich viel mehr Spaß", sagt der Niederländer über seine Reihe schneller Runden auf dem C4 am Ende des Tages. "Bis dahin habe ich ja die ganze Zeit nur viele Runden am Stück abgespult. Wir sind nicht auf der weichsten Mischung gefahren, aber die Balance des Fahrzeugs war trotzdem gut."

Reicht es also, um Mercedes anzugreifen? Natürlich weicht Verstappen aus: "Nun, wir hatten eine gute Vorbereitung. Ich denke, das ist von unserer Seite ziemlich gut. Ich hoffe, dass es genug ist, um in Melbourne konkurrenzfähig zu sein."

"Wir haben alles probiert, was wir ausprobieren wollten. Das Auto fühlt sich gut an - ich hoffe nur, dass es in Melbourne genauso sein wird. Das werden wir dort herausfinden. Insgesamt kann ich mich nicht beschweren. Doch es gibt immer Dinge, die man verbessern kann, ein Auto ist nie perfekt.

Es bleiben zwei Fragezeichen: Einerseits ist Red Bull im langsamen dritten Sektor drei Zehntelsekunden langsamer als Mercedes. Enge Kurven waren bislang in der Regel eine Domäne von Red Bull. Und dann wären da noch die zahlreichen Dreher, die natürlich nicht vergessen sind.

Doch Verstappen bleibt cool: "Ich mache mir absolut keine Sorgen. Das heißt natürlich nicht, dass wir aufhören sollten, uns immer weiter zu verbessern."

Weitere Co-Autoren: Erwin Jaeggi. Mit Bildmaterial von LAT.

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