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McLaren-Diffusor kann in drei bis fünf Wochen nachgebaut werden

McLarens neuer Diffusor zog bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain die Blicke auf sich, Technikchef James Key spielt die Bedeutung aber herunter

McLaren-Diffusor kann in drei bis fünf Wochen nachgebaut werden

Bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain sorgte McLaren für staunende Blicke. Nicht unbedingt aufgrund der reinen Performance auf der Strecke, wenngleich auch diese zeigenswert war. Vielmehr wurde die vom Team entwickelte Lösung für die neuen Aerodynamik-Regelungen am Heck des MCL35M genau begutachtet.

Dort nämlich fällt sofort die weit nach unten hängende zentrale Sektion des Diffusors auf. Eigentlich wurden Streben, die vom Diffusor aus in Richtung Asphalt "wachsen", per Reglement für 2021 um 50 Millimeter gekürzt. Doch McLaren fand eine clevere Lösung, da dieser zentrale Teil nicht zum Diffusor zählt, sondern zum Übergang des Unterbodens zum Diffusor und damit von der "Beschneidung" ausgenommen ist.

Wenngleich ein Effekt wie beim revolutionären Doppeldiffusor, der Brawn GP 2009 sensationell zum WM-Titel führte, nicht zu erwarten ist, so scheint dem Team aus Woking um Technikchef James Key ein wirksamer Kniff gelungen zu sein. "Dieser neue Diffusor könnte schon etwas Spezielles sein, ein Novum, das einen Vorteil bringen kann", sagt etwa Sky-Experte Ralf Schumacher.

Key: Nachbau in wenigen Wochen möglich

Nun ist ein Geheimnis in der Formel 1 nur solange eines, bis die Autos in offiziellem Rahmen erstmals auftauchen. Und so dürften die anderen Teams nach den Testfahrten bereits genau überlegen, ob ein derartiges Design wie am McLaren auch bei ihnen funktionieren könnte.

Für Key ist eine Nachentwicklung ein Thema von wenigen Wochen. Zunächst könnte binnen einer Woche eine CFD-Simulation durchgeführt werden. Diese Computational Fluid Dynamics genannten Computeranalysen unterstützen die Arbeit im Windkanal. "Wenn man nach einer Woche immer noch Interesse hat [...] kann man recht schnell ein Gefühl dafür bekommen", erklärt Key.

Entscheidend sei, herauszufinden, wie ein neues Element am eigenen Auto arbeitet. "Schlussendlich hast du vielleicht eine einzigartige Geometrie und hast das Prinzip verstanden, aber dann musst du es anpassen, damit es an deinem Auto optimal funktioniert", sagt Key.

Erste Kopien schon in Imola bereit?

Es folgen im Optimalfall ein oder zwei Wochen Windkanal und die schlussendliche Produktion. "Ich schätze, zwischen dem ersten Bild und der Montage am Auto könnten drei bis fünf Wochen vergehen", erläutert der 49-Jährige. Mit Blick auf die aktuelle Situation heißt das: Wenn ein Team das McLaren-Design nachbauen möchte, könnte es bereits zum zweiten Saisonrennen in Imola (18. April) einsatzbereit sein.

McLaren MCL35M, Diffusor

Dieses Design sorgte bei Beobachtern für großes Interesse

Foto: Giorgio Piola

Key hob hervor, dass die Idee nicht von einer Person allein kam. "Ich denke, es ist immer schön für ein Team, eine einzigartige Idee zu haben. Die Ehre gebührt unserer Aerodynamik-Abteilung und den Jungs in der Gruppe, die für das Heck zuständig ist", sagt Key.

Grundsätzlich hält Key das eigene Design aber nicht für eine Revolution. "Jeder hat eine Art angeblasenen Diffusor entwickelt, oder einen F-Schacht oder vor zwölf Jahren den Doppeldiffusor. Ich denke nicht, dass irgendjemand so etwas hat. Das Reglement ist heute wesentlich restriktiver", erklärt der Brite.

Key: Entwicklungen am Unterboden unkompliziert

Veränderungen in diesem Bereich seien daher heute kein Hexenwerk mehr. "Das Gute an diesem Bereich ist, dass er nicht wirklich groß ist. Es ist also kein massives Projekt, wenn man an der Unterbodenkante eine kleine Veränderung vornehmen willst. Es ist alles machbar innerhalb der Kostengrenze und in einem vernünftigen Zeitrahmen", sagt er.

Ohnehin hätten die neuen Regularien am hinteren Teil der Fahrzeuge für "verschiedene Lösungen" gesorgt. "Wir sind noch in den frühen Tagen dieser Regularien", mahnt Key und erklärt: "Wir wissen, dass in diesem Bereich noch viel Entwicklungspotential schlummert. Entsprechend groß ist das Interesse."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Chris Lugert