McLaren: Haben den MCL35M für Ricciardo fahrbarer gemacht

McLaren-Rennleiter Andrea Stella erklärt, dass sich nicht nur Daniel Ricciardo auf den MCL35M einstellen musste, sondern auch McLaren an Ricciardo orientiert hat

McLaren: Haben den MCL35M für Ricciardo fahrbarer gemacht

Andrea Stella spricht von einen "Lernprozess" für alle Beteiligten bei McLaren. Denn nicht nur Daniel Ricciardo habe sich in der Formel-1-Saison 2021 umstellen müssen, sondern auch das Team. Und McLaren habe vieles unternommen, um Ricciardo bei dessen Gewöhnung an den MCL35M zu unterstützen - und habe dabei auch viel Neues über das eigene Auto erfahren.

Der McLaren-Rennleiter erklärt: "Wir haben mit Daniel einen neuen, sehr talentierten Fahrer mit Erfahrung bekommen, der aber mitunter Schwierigkeiten damit hatte, unser Auto schnell zu bewegen." Das sei auch auf Ricciardos Formel-1-Vergangenheit zurückzuführen, weil dieser bei HRT, Toro Rosso, Red Bull und Renault viele unterschiedliche Fahrzeuge bewegt hatte.

"Lando [Norris] dagegen ist immer nur für [McLaren] gefahren und hat deshalb keine Referenzwerte von anderen Fahrzeugen. Aber dadurch, dass wir jemanden mit Erfahrung von außen gekriegt haben, waren wir dazu in der Lage, einige Dinge zu erkennen, die wir verbessern mussten. Manches davon betrifft zum Beispiel die Art und Weise, wie das Auto auf Lenkbewegungen reagiert", sagt Stella.

Was die Pirelli-Reifen mit der Ricciardo-Form zu tun haben

Der langjährige Formel-1-Ingenieur verweist auf die Einführung der Pirelli-Breitreifen zur Saison 2017. "Wir erkannten damals sofort: Diese Reifen reagieren sehr gut auf kleinste Lenkbewegungen. Das kann eine gute Sache sein, zum Beispiel bei schnellen 90-Grad-Kurven. Meistens aber bedeutet es, das Auto ist schwieriger zu fahren."

Das sei eine Baustelle Ricciardos in diesem Jahr gewesen. Und "ein Bereich, in dem wir Änderungen umgesetzt haben", meint Stella, ohne weiter ins Detail zu gehen. Er betont aber: Es obliege nicht nur dem Fahrer, sich neu zu justieren, sondern eben auch dem Team, diese Anpassung mit Maßnahmen zu begleiten.

Oder wie es Stella im O-Ton formuliert: "Daniel bewegt sich auf das Auto zu, aber das Auto bewegt sich auch auf Daniel zu. Und von dem, was wir dabei gelernt haben, wollen wir so viel wie möglich auch auf das 2022er-Auto übertragen. Es war also ein nützlicher Prozess für McLaren."

Ricciardo: Seit der Sommerpause tut sich was

Vor allem aber habe es "eine Zeit gebraucht", bis Ricciardo sich im MCL35M heimisch gefühlt habe. "Denn du kannst ein modernes Formel-1-Auto nicht fahren und nebenbei denken", sagt McLaren-Rennleiter Stella. "Dass wir über die Sommerpause etwas Zeit hatten, um uns Gedanken zu machen, hat dabei geholfen, die notwendigen Schritte zu machen."

Tatsächlich hat Ricciardo seine Bilanz nach der Sommerpause entscheidend aufgebessert: In sieben Qualifyings war er vier Mal schneller als Norris, davor in elf Qualifyings nur drei Mal. In den gleichen Zeitraum fallen seine bisher besten Saisonergebnisse im Rennen, mit zwei Mal P4 und dem Sieg in Monza.

Und Stella glaubt: "Da kommt noch mehr von Daniel. Es gibt Strecken oder Situationen, bei denen es ihm noch nicht so natürlich von der Hand geht. Wir sind aber schon zufrieden mit den Verbesserungen, die wir erzielt haben. Wir wissen auch, warum es langsam voranging, und verstehen, weshalb es nun besser ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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