McLaren testet LED-beleuchtete Radkappen in Abu Dhabi

McLaren testete am Mittwoch in Abu Dhabi ein LED-Lichtsystem an den hinteren Radabdeckungen - ein Vorgeschmack auf die zukünftige Formel-1-Technologie

McLaren testet LED-beleuchtete Radkappen in Abu Dhabi

Während der Vormittagssession beim Formel-1-Reifentest am Mittwoch in Abu Dhabi rückte Lando Norris an den Hinterrädern seines McLaren mit LED-beleuchteten Radkappen aus. Der Brite drehte damit jedoch nur eine fliegende Runde, bevor an die Box zurückkehrte und die Abdeckungen wieder entfernt wurden.

Es war ein Vorgeschmack auf die Technologie, die in Zukunft in der Formel 1 eingesetzt werden könnte. Die Lichter könnten entweder für Marketingzwecke der Teams oder zur Anzeige von Informationen wie der Fahrzeugposition verwendet werden.

"Es gab die Idee, einige LEDs in die Radkappen einzubauen, um diese Abdeckungen auch für Marketingzwecke zu nutzen, das heißt, man kann jede Art von Botschaft anzeigen", erklärt Pirellis Formel-1-Chef Mario Isola die Hintergründe.

LED-Signale für Position, Rundenzeit, Logos etc.

"Aber natürlich muss man sie testen, denn die Radkappen sind auch ein Element, das den Reifen aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Es ist wirklich wichtig, dass der Reifen richtig ausbalanciert ist, sonst fangen sie an zu vibrieren."

Wenn es aber funktioniert, sagt Isola weiter, sei vieles möglich: "Man kann die Position anzeigen, man kann Logos anzeigen, man kann die Rundenzeit im Qualifying anzeigen oder etwas Ähnliches. Es gibt viele Möglichkeiten. Man hat die Technologie, also ist es einfach zu programmieren, was man anzeigen möchte."

Radkappen werden im nächsten Jahr als Teil des überarbeiteten technischen Reglements in die Formel 1 zurückkehren, was die Teams dazu veranlasst hat, sie während des Testlaufs in Abu Dhabi an ihren modifizierten Testträgern auszuprobieren.

Erste Version der Abdeckungen wurde überarbeitet

Mit ihnen sammeln die Teams einige Daten über die neuen 18-Zoll-Reifen von Pirelli vor deren Einführung im nächsten Jahr. "Nächstes Jahr werden die Felgen für alle Standard sein, die Sensoren werden Standard sein und die Felgenverkleidung werden Standard sein", fasst Isola die neuen Voraussetzungen zusammen.

Der Pirelli-Sportchef räumt ein, dass die ersten Entwürfe für die Abdeckungen überarbeitet werden mussten, um sicherzustellen, dass sie ausbalanciert bleiben und die Boxencrews die Reifen leicht vom Auto abnehmen können. "Die erste Version war sehr nah der Felge, daraus ergeben sich zwei Probleme", sagt Isola.

"Ein Problem bestand für die Mechaniker bei den Boxenstopps. Denn sie müssen ihre Finger hineinstecken und die Reifen abziehen, und mit der Abdeckung war das nicht möglich, also mussten wir sie modifizieren. Das zweite Problem war, dass an der Außenseite kein Ausgleichsgewicht anbringen konnten."

"Bei der neuesten Version der Radverkleidung deckt die Form die Felge ab, aber dann gibt es auch einen Teil, der eine Stufe näher an der Felge ist. Das ist nützlich für die Mechaniker beim Abnehmen der Reifen und hilft uns, das Gewicht auszugleichen."

"Mit dieser endgültigen Version können wir den Reifen auswuchten, wenn er mit dem Rad und der Abdeckung montiert ist. Wenn man nämlich sonst die Abdeckung nach dem Auswuchten anbringt, kann das ein Problem sein", weiß der Pirelli-Experte.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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