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McLaren: Werden Fotos von Sainz' Führung in Woking an die Wand hängen

Andreas Seidl schwärmt über die Startphase von Carlos Sainz in Portimao und sieht insgesamt Fortschritte im Kampf um WM-Platz drei - Ferrari doch noch eine Gefahr?

McLaren: Werden Fotos von Sainz' Führung in Woking an die Wand hängen

Als Carlos Sainz zu Beginn des Formel-1-Rennens in Portugal bei leichtem Nieselregen die Führung übernahm, trauten viele ihren Augen kaum. Auch für den McLaren-Kommandostand und die Boxencrew war es ein ganz besonderer Moment.

"Es hat gewiss einige schöne Bilder gegeben, die wir zu Hause zur zusätzlichen Motivation aufhängen werden, um uns dem Ziel näher zu bringen, das wir alle haben, nämlich in den kommenden Jahren an die Spitze der Formel 1 zurückzukehren. Das war also ein schöner Vorgeschmack", sagt Teamchef Andreas Seidl.

"Natürlich hatten wir mit den weichen Reifen einen Vorteil gegenüber den Jungs auf den Medium-Reifen, gegenüber Mercedes und Charles (Leclerc, Ferrari; Anm. d. R.)", hält der Deutsche fest.

Seidl lobt starke Anfangsphase als "gute Show"

"Aber im Vergleich zu (Max) Verstappen, der ebenfalls auf diesem Reifen unterwegs war, hat Carlos eine gute Show geboten und konnte tatsächlich innerhalb einiger Runden einen schönen Vorsprung herausfahren."

Illusionen machte man sich angesichts der Führung, die nur vier Runden anhielt, aber nicht: "Es war klar, dass wir uns auf unser eigenes Rennen konzentrieren mussten. Insofern fanden wir uns schnell in dem Kampf wieder, wo wir hingehören." Mit Graining-Problemen bei beiden Fahrern ging es sogar weiter zurück als erwartet.

Sainz kam schließlich auf einem soliden sechsten Platz ins Ziel. Für Teamkollege Lando Norris war nach einer Kollision mit Lance Stroll (Racing Point) in der 17. Rennrunde und einem Schaden am Auto nicht mehr als der 13. Rang drin.

Weitere Updates getestet - ab Imola im Einsatz

Dennoch zeigt sich Seidl zufrieden: "Ich glaube, wir haben am Freitag mit einer soliden Fahrzeugkonfiguration mit der neuen Nase und dem Aero-Konzept begonnen. Im Laufe des Freitags haben wir weitere Updates getestet, die wir nach den positiven Ergebnissen ab Imola einführen wollen", rekapituliert er die Fortschritte.

"Und auch für den Rest des Wochenendes hatten wir, glaube ich, ein konkurrenzfähiges Auto, was eine weitere Bestätigung dafür war, dass wir ein Auto haben, das um diesen Platz drei in der Meisterschaft kämpfen kann." Dort liegt McLaren bei noch fünf zu fahrenden Rennen an vierter Stelle zwei Punkte hinter Racing Point.

Seidl prognostiziert: "Am Ende wird es auf die Zuverlässigkeit ankommen, auf die Maximierung der Rennen und darauf, dass man mit beiden Autos die Zielflagge sieht. Das wird entscheiden, wer am Ende auf Platz drei ins Ziel kommt."

Ferrari in Portimao: Einzelfall oder Aufwärtstrend?

Bereitet ihm in dem Zusammenhang die jüngst steigende Form von Ferrari Sorgen? "Offensichtlich war es ein beeindruckendes Rennen, das Charles hier gefahren ist, auch in Bezug auf die Geschwindigkeit", goutiert Seidl. "Wir haben nie die Fähigkeit unterschätzt, dass Ferrari bereits in dieser Saison zurückschlägt."

Carlos Sainz, Andreas Seidl

Seidl hofft, sich im Kampf um WM-Platz drei am Ende durchsetzen zu können

Foto: Motorsport Images

Allerdings betont er auch: "Das war natürlich ein spezieller Asphalt hier, spezielle Bedingungen, und mit dem Auto, das sie hatten, konnten sie mit dem Medium- und dem harten Reifen ein sehr beeindruckendes Renntempo vorlegen. Ich glaube, das konnte sonst niemand. Zumindest in diesem Kampf, in dem wir uns befinden."

"Es wird also interessant sein zu sehen, ob es nur ein Einzelfall war, oder ob sie tatsächlich das Problem gelöst haben, das sie in früheren Rennen hatten", hält der McLaren-Teamchef fest. Leclerc wurde in Portimao Vierter - sein bestes Ergebnis seit sieben Rennen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Event Portimao
Subevent Nach dem Rennen
Autor Juliane Ziegengeist