Mercedes-Chef Toto Wolff: „Die Anderen sind mir egal“

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Mercedes-Chef Toto Wolff: „Die Anderen sind mir egal“
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
13.01.2016, 12:39

Toto Wolff ist dafür verantwortlich, dass Red Bull Racing in diesem Jahr keine Motoren mit dem Stern bekommen hat. Die Kritik, die er dafür erntet, prallt aber von ihm ab.

Toto Wolff, Mercedes-Sportchef
Nico Rosberg, Mercedes GP F1 Team, vor Michael Schumacher, Mercedes GP F1 Team
Toto Wolff, Mercedes-Sportchef, mit der Presse
Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef
Daniil Kvyat, Red Bull Racing RB11
Christian Horner, Red Bull Racing Teamchef mit Jonathan Noble, Motorsport.com Redakteur

Anstelle der Renault-Motoren versuchte Red Bull letztes Jahr – neben Ferrari und Honda – auch Aggregate von Mercedes zu bekommen. Und man dachte bei den Silbernen sogar darüber nach. Am Ende musste Red Bull aber eine Absage einstecken.

Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner ging danach sogar soweit, von Verschwörung gegen sein Team zu sprechen und beschuldigte Toto Wolff, sein Team im Regen stehenzulassen.

„Niki Lauda hat sein Bestes versucht, es zustande zu bringen, leider wollte Toto aber keinen Mercedes-Motor im Heck eines Red-Bull-Autos haben“, sagte Horner kürzlich gegenüber Motorsport.com.

Selbstverteidigung

Wolff steht jedoch zu seiner Entscheidung und gibt zu, dass er kein Mitleid mit Horner oder Red Bull Racing habe. Er würde sich den Schuh gerne anziehen lassen, denn seine einzige Aufgabe sei es, seine eigenen Leute zu schützen.

„Das ist ein sehr opportunistisches Umfeld und ich habe meine Meinung immer klar vertreten“, sagte Wolff in einem exklusiven Interview mit Motorsport.com.

„Ich sehe es als meine oberste Aufgabe, mein Team und seine Mitglieder zu schützen und es zu vermeiden, durch politischen Druck in Fehler gedrängt zu werden.“

„Ich verstehe, dass man mitunter zum Wohle der Serie Kompromisse schließen muss, wenn dieser Kompromiss aber all den Jungs und Mädels und dem ganzen Team schadet, dann akzeptiere ich diesen Kompromiss nicht.“

„Wenn die Konsequenz ist, dass ich angegriffen werde, dann nehme ich das auf mich. Für mich ist es wichtig, dass die Leute im Team wissen, warum ich das tue.“

„Ich tue es für uns. Die Anderen sind mir egal.“

Die Gespräche führte Jonathan Noble

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Autor Jonathan Noble
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